Im Gespräch mit Markus Brunold

BSI will mit Kapital von Capvis wachsen

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Im August hat die Beteiligungsgesellschaft Capvis die Mehrheit am Badener CRM-Anbieter BSI erworben. Im Gespräch verrät BSI-CEO Markus Brunold, was es mit der Übernahme auf sich hat und was sich BSI davon erhofft.

Markus Brunold ist seit 2014 CEO von BSI. (Source: BSI)
Markus Brunold ist seit 2014 CEO von BSI. (Source: BSI)

BSI hatte 2019 ein sehr erfolgreiches Jahr, wie der BSI-Gründer Jens Thuensen sagte. Warum kam es gerade nach einem Rekordjahr zur Übernahme?

Markus Brunold: Letztlich ist es eine Partnerschaft zwischen Capvis und BSI. Und genau weil es ein gutes Jahr war, ist nun der richtige Zeitpunkt, diesen Schritt zu machen und die Weichen für die Zukunft zu stellen. Erfolg ist ja immer eine Betrachtung der Vergangenheit. Über das erfolgreiche Jahr 2019 freuen wir uns auch sehr. Gemeinsam mit Capvis möchten wir nun aber unseren zukünftigen Erfolg ermöglichen.

Was ändert sich für BSI?

Unsere Fokusbranchen sind Banking, Insurance, Retail sowie Life Sciences. Hier möchten wir wachsen. Wir sehen auch weiteres Potenzial in anderen Branchen wie Automotive und Telco, wo wir bereits namhafte Kunden haben. Wir wollen wachsen und Kunden aus weiteren Branchen hinzugewinnen. Unsere Strategie verändert sich nicht, aber wir wollen sie beschleunigen. Capvis unterstützt uns mit Know-how, ihrem Netzwerk und nicht zuletzt mit finanzieller Sicherheit.

Was ist das Ziel der Partnerschaft?

Wir möchten unsere Strategie im Bereich CRM und Customer Experience Management akzentuierter verfolgen. Wir sehen weiteres Potenzial in der DACH-Region, also in Deutschland und Österreich - aber auch in der Schweiz. In Deutschland sind wir zum Beispiel Marktführer in der Versicherungsbranche, hier im Heimmarkt nicht.

Warum benötigen Sie die Unterstützung von Capvis?

Wir haben zwei Jahre lang jedes Jahr ein neues Produkt lanciert. Dies möchten wir gerne weiterführen, da wir auch bereits neue Ideen haben. Wir wollen vorwärts machen. Dafür brauchen wir Unterstützung in der Vermarktung, natürlich auch in finanziellen Themen, sowie für Mergers & Acquisitions. Die drei Wachstumsfelder, die wir anpeilen, sind das Cloud-Geschäft, das Partnergeschäft sowie unsere Mitarbeitenden.

Was verändert sich für Ihre Mitarbeitenden?

Alle 330 Mitarbeitenden bleiben bei BSI. Es gibt keine Veränderungen und es sind keine Umstrukturierungen geplant. Es wäre unklug, etwas an dem zu ändern, was uns ausmacht. An den Werten und den Menschen, müssen wir nichts ändern. Im Gegenteil, da würden wir gerne noch darauf aufbauen.

Wie denn?

Heute sind viele Mitarbeitenden an BSI beteiligt. Dies bleibt weiterhin so und unsere Mitarbeitenden können sich teilweise noch mehr beteiligen. Es ist ein sehr wichtiger Aspekt, dass wir diesen unternehmerischen Charakter beibehalten und weiter fördern. Alle von uns sollen auch Unternehmer sein.

Wie kam es zur Übernahme durch Capvis?

Wir haben ein normales Ausschreibeverfahren gemacht, bei dem wir mehrere Finanzinvestoren angeschaut haben. Capvis hat sich als bester Partner für uns herausgestellt.

Warum?

Capvis vertritt ähnliche Werte wie wir. Sie sind ebenfalls sehr kundenzentriert und legen Wert auf das Unternehmen sowie die Mitarbeitenden. Sie präsentierten uns sehr ambitionierte, aber dennoch realistische Pläne. Vor allem hat es hat einfach gepasst. Wir haben das Gefühl mit Capvis im gleichen Boot zu sitzen.

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