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Den Workplace neu denken

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Die Krise der vergangenen 15 Monate hat die traditionellen Arbeitswelten auf den Kopf gestellt. Den Workplace neu zu denken, hätte natürlich nicht gereicht, um den Herausforderungen entsprechend zu begegnen. Es musste auch gehandelt werden. Denn ohne die rasche Implementierung und Nutzung digitaler Lösungen aus den Bereichen Kommunikation und Videoconferencing wären die entstandenen Probleme kaum zu überwinden gewesen.

(Source: ST.art / AdobeStock)
(Source: ST.art / AdobeStock)

Die Verlagerung der Arbeitsplätze ins Homeoffice hat vorhandene Lücken aufgezeigt. Sie war ein Augenöffner für die Schwächen der Geschäftsprozesse, Zusammenarbeit, Abläufe und Kommunikation. Vielen Unternehmen wurde durch die dezentral verteilte Arbeit auch eines deutlich gemacht: wie entscheidend der rasche, sichere Zugriff und das Verwalten wichtiger Dokumente und Informationen ist. Es ergibt etwa keinen Sinn, den Heim-Arbeitsplatz zu verlassen und den Weg ins Büro auf sich zu nehmen, nur weil man sich benötigte Projektunterlagen auf Papier besorgen oder nach weiteren geschäftsrelevanten Unterlagen vor Ort suchen muss. Digitalisierung bedeutet hier in erster Linie die Umstellung respektive Transformation hin zu durchgängig digitalen Geschäftsprozessen.

Es bietet sich gerade jetzt für manches Unternehmen die Chance, längst fällige Kurskorrekturen mit Blick auf die Geschäftsabläufe und die Arbeitswelt vorzunehmen, denn das Management und die digitale Nutzbarmachung des Unternehmens-Contents (Dokumente, Daten, Informationen) haben für das Unternehmen eine strategische Dimension. Ein sicherer und schneller Zugriff auf Daten und den daraus wertschöpfungsgenerierenden Informationen bietet heute einen echten und differenzierenden Vorteil gegenüber Mitbewerbern. Erfolgreich durchgängig digitalisierte Unternehmen zeichnet eines aus: kurze Reaktionszeiten auf der ganzen Bandbreite geschäftlicher Aktivitäten. Allerdings hängt die erfolgreiche Implementierung und Umsetzung von Anwendungen in den Bereichen des Dokumentenmanagements, der Zusammenarbeit und Geschäftsprozesse nicht allein von der Berücksichtigung technologischer Aspekte ab. Die technische Implementierung einer neuen Lösung ist noch kein Garant für deren reibungslose Nutzung und Umsetzung. Auch die Kultur im Unternehmen ist ein entscheidender Faktor für die erfolgreiche Realisierung. Erst das Engagement und die Disziplin der Mitarbeitenden, neue Verfahrensweisen und Abläufe in einer dezentralen Arbeitsplatzumgebung zu akzeptieren und zu adaptieren, werden dem Managen des Enterprise Contents zum vollen Erfolg verhelfen und die damit angestrebte Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens steigern.

Wie lange der Corona-Einfluss noch anhalten und die Auswirkungen nachhallen werden, lässt sich nicht vorhersagen. Es ist abzusehen, dass wir einer hybriden Arbeitsplatzwelt entgegensteuern, die sich aus Homeoffice und den traditionellen Arbeitsplätzen zusammensetzt. Die einzig richtige und optimale Lösung wird es kaum geben, es darf experimentiert werden. Individuelle Bedürfnisse und kulturelle Verhältnisse im einzelnen Unternehmen werden die Parameter bestimmen.

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