Fachkräftemangel

Die Schweizer Informatik sucht so viele Fachkräfte wie noch nie

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von Yannick Chavanne und Übersetzung: Silja Anders, kfi

Laut dem aktuellen Swiss Job Market Index von Adecco ist die Nachfrage nach IT-Spezialisten in der Schweiz so hoch wie nie zuvor. Der letzte Höchstwert stammt aus dem Jahr 2018.

(Source: Tim van der Kuip / unsplash.com)
(Source: Tim van der Kuip / unsplash.com)

In der Schweiz ist die Krise auf dem IT-Arbeitsmarkt schon lange bekannt. Laut dem jüngsten Schweizer Stellenmarkt-Index, der seit 2016 von Adecco in Zusammenarbeit mit der Universität Zürich veröffentlicht wird, ist die Nachfrage nach IT-Jobs "im zweiten Quartal 2021 so hoch wie nie zuvor". Im Vergleich zum gleichen Zeitraum im Jahr 2020 ist die Anzahl der IT-Stellenanzeigen um 55 Prozent gestiegen. Insbesondere die Nachfrage nach Programmierern, Webmastern, Systemingenieuren und IT-Projektleitern ist gross.

"Mit der Coronavirus-Krise wurden Teile verschiedener Berufe digitalisiert. Das zeigt sich auch daran, dass die Zahl der IT-Fachkräfte um 14 Prozent gestiegen ist", erklärt Anna von Ow vom Arbeitsmarktmonitor der Universität Zürich.

In allen Berufsbereichen sei der Index im vergleich zum Vorjahresquartal um 28 Prozent gestiegen. Darüber hinaus sei die Zahl der offenen Stellen fast wieder auf das Niveau vor der Pandemie (erstes Quartal 2020) zurückgekehrt. Der IT-Sektor ist der einzige, der dieses Niveau übertroffen hat, zusammen mit den Sektoren Industrie und Verkehr. Der Schweizer Arbeitsmarktindex liegt in drei Bereichen immer noch deutlich unter dem Vorkrisenniveau: Handel und Verkauf, Büro und Verwaltung sowie Hotel, Restaurant und persönliche Dienstleistungen. Es gilt zu erwähnen, dass die Berechnung des Indexes auf Jobanzeigen in Presse und Internet beruht, die vierteljährlich gezählt werden (90 Pressetitel, 11 Online-Jobportale und 1350 Unternehmenswebsites).

Der Fachkräftebedarf in der IT im Vergleich zu anderen Berufen. (Source: Adecco)

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