Nokia und Vodafone suchen mit Google Cloud nach Netzwerk-Anomalien
Nokia und Vodafone wollen künftig Machine Learning einsetzen, um nach Anomalien in Netzwerken zu suchen. Die Google Cloud soll den Prozess bereitstellen.
Nokia setzt in Europa ab sofort sein Tool "Anomaly Detection Service" ein, um nach Anomalien im Netzwerk von Vodafone zu suchen. Dazu soll Machine Learning zum Einsatz kommen, wie Nokia mitteilt. Bereitgestellt werde der Prozess über die Google Cloud.
Das Produkt soll schnell Unregelmässigkeiten erkennen und beheben, etwa Überlastungen und Störungen von Mobilfunkstandorten sowie unerwartete Latenzzeiten, welche die Qualität des Kundenservices beeinträchtigen können.
Vodafone gehe davon aus, dass rund 80 Prozent aller derartigen Probleme und automatisch erkannt und behoben werden könne, heisst es in der Mitteilung. "Wir bauen ein automatisiertes und programmierbares Netzwerk auf, das schnell auf die Bedürfnisse unserer Kunden reagieren kann", sagt Johan Wibergh, Chief Technology Officer bei Vodafone.
Die Bereitstellung in der Google Cloud ermögliche es, schnelle und fundierte Entscheidungen zu treffen, also beispielsweise die Kapazität dort zu erhöhen, wo die Kunden sie am meisten benötigen. Dies auf der Grundlage von Daten, die über die Daten- und Analysedienste der Google Cloud verwaltet werden. "Wir freuen uns, gemeinsam mit Nokia und Vodafone eine daten- und KI-gestützte Lösung zu liefern, die schnell skaliert und die Automatisierung nutzt, um die Kosteneffizienz zu steigern und nahtlose Kundenerlebnisse in ganz Europa zu gewährleisten", meint Amol Phadke, Managing Director für Telecom Industry Solutions bei Google Cloud.
Nokia hat ausserdem den Start seines Datenmarktplatz-as-a-Service angekündigt. Dieser baut auf einer privaten Blockchain auf. Damit will das Unternehmen unter anderem die KI-Modellierung durch gemeinsames Lernen beschleunigen, wie Sie hier lesen.
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