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So sieht das Angebot von Google Cloud in der Schweiz aus

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von Kevin Fischer und ml

AWS, Google und Microsoft vergrössern ihr hiesiges Cloud-Portfolio stetig. Wie diese Angebote aussehen und wie es in der Schweiz läuft, erklären Vertreter der jeweiligen Unternehmen im Interview. Für Google Cloud gibt Christian Martin, Country Director der Alps-Region, Auskunft.

Christian Martin, Country Director Alps Google Cloud (Source: Perrenoud Guy)
Christian Martin, Country Director Alps Google Cloud (Source: Perrenoud Guy)

Wie läuft es derzeit für Google Cloud in der Schweiz?

Christian Martin: In den letzten Monaten konnten wir konstant neue Services und Lösungen lancieren, wie etwa "BeyondCorp" oder Document AI, von denen auch unsere Schweizer Kunden profitieren. Darüber hinaus konnten wir spannende Projekte mit Schweizer Kunden umsetzen oder anstossen, etwa mit der Coop Gruppe, ABB oder Landis+Gyr. Wir sind sehr zufrieden. Und nicht zuletzt tut sich im Google-Workspace-Bereich sehr viel; beispielsweise mit der Weiterentwicklung der kürzlich auf der Google I/O vorgestellten Lösung Smart Canvas, welche die kollaborative Zusammenarbeit in der Cloud noch intuitiver macht.

Welchen Einfluss hat Covid-19 auf das Geschäft?

Die Pandemie hat die Digitalisierung ganz klar noch einmal vorangetrieben und gleichzeitig neue Herausforderungen entstehen lassen. Hier konnte Google Cloud auf allen Ebenen Hand bieten – von Lösungen für KMUs über branchenspezifische Cloud-APIs wie im Healthcare oder im Gaming bis hin zur Big-Data-Analyse von geändertem Kundenverhalten mit BigQuery. Darüber hinaus konnten wir zum Beispiel auch Lehrkräften, Schülern oder Angestellten, die plötzlich aus dem Homeoffice arbeiten mussten, unter anderem mit unserer Videokonferenzlösung Google Meet oder virtuellen Desktop-Lösungen Unterstützung bieten.

Aus welchen Branchen stammen die meisten Schweizer Kunden?

Unsere Lösungen sind äusserst flexibel und können individuell auf die Bedürfnisse unserer Kunden zugeschnitten werden. Entsprechend stammen diese aus den verschiedensten Branchen, etwa aus dem Finanzsektor, dem Handel, aber auch aus dem produzierenden Gewerbe, Healthcare-Bereich oder auch aus der Wissenschaft und Forschung.

Welches sind die spannendsten Upgrades des Cloud-Angebots ­innerhalb des letzten Jahrs?

Google Cloud entwickelt die Angebote, Lösungen und Services laufend weiter, Innovation ist ja eine unserer grossen Stärken. Da fällt es schwer, etwas hervorzuheben. Grundsätzlich legen wir allerdings einen starken Fokus auf unsere Google-Cloud-Platform-Lösungen. Dieser Bereich hat eine grosse Relevanz für unsere Kunden in der Schweiz.

Mit welchen Neuerungen dürfen die Kunden in nächster Zeit rechnen?

Der Einsatz von KI wird für uns immer wichtiger. Entsprechend arbeiten wir hier laufend an Innovationen, wie etwa den im April angekündigten DocAI-Lösungen. Damit wird die Datenerfassung in grossem Umfang automatisiert, um die Kosten für die Dokumentenverarbeitung zu senken. Auch die Verbesserung der Nachhaltigkeit unserer Produkte und Lösungen treiben wir mit Nachdruck voran. Bestehende und potenzielle Kunden können seit Kurzem beispielsweise mit dem «Carbon Optimizer Tool» die Ausführung ihrer Workloads auf Grundlage von Preis, Leistung und CO2-Fussabdruck optimieren.

Welche Trends gibt es derzeit in der Schweizer Cloud-Landschaft?

Ich denke hier vor allem an drei Dinge: Datengetriebene Businessmodelle, Core-Applikationen wie etwa SAP, die in die Cloud gehen, sowie Multicloud-Lösungen. Das sind alles Bereiche, in die wir weiterhin viele Ressourcen investieren werden, um die Kundenbedürfnisse optimal antizipieren und abdecken zu können.

Über die Cloud-Dienste der anderen Anbieter lesen Sie hier:

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