Mobile Max

Salt lanciert neue Abos und beerdigt Standardtarif für Roaming

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von Leslie Haeny und mla

Nach Swisscom und Sunrise hat nun auch Salt seine Handyabos überarbeitet. Die neuen Max-Abos sind teils teurer als die bisherigen Angebote, beinhalten aber auch mehr Leistungen. Zudem setzt Salt dem Standardtarif fürs Datenroaming ein Ende.

(Source: Andrey Metelev / Unsplash)
(Source: Andrey Metelev / Unsplash)

Salt hat seine Handyabos überarbeitet. Seit heute (12. Juli) gibt es für die Privatkundschaft nur noch die vier unter dem Namen Mobile Max zusammengefassten Abonnements. Der drittgrösste Telko im Land hat nach eigenen Angaben die Differenzierung für die junge Kundschaft aufgehoben. "Bei Salt gelten alle als jung und haben entsprechend attraktive Preise verdient", heisst es in einer Mitteilung.

Zum neuen Angebot gehören die Abos: Start Max, Swiss Max, Europe Max und Travel Max, wobei ersteres das günstigste ist. Alle Abos bieten eine Flatrate für unlimitierte Anrufe innerhalb der Schweiz. Mit Ausnahme von Start Max (limitiert auf 5 Gigabyte) erhalten Kundinnen und Kunden zusätzlich bei allen Abos eine Flatrate für die unlimitierte Internetnutzung in der Schweiz. Den grössten Unterschied gibt es beim Roaming, wie Moneyland.ch analysiert.

Laut dem Vergleichsdienst musste die Salt-Kundschaft bisher je nach Land 2.95 respektive 15 Franken pro Megabyte bezahlen. Bei den neuen Abos gibt es die Kostenfalle mit dem Datenroaming-Standardtarif nicht mehr. Stattdessen müssen Abonnenten und Abonnentinnen, die keine Inklusivleistungen mehr haben oder Datenpakete bereits aufgebraucht haben, ein (neues) Datenroaming-Paket kaufen.

Neue und alte Abos im Vergleich

Zusätzlich vergleicht Moneyland.ch die neuen Max-Abos mit den bisherigen Angeboten von Salt. Das Abo Start Max entspricht in etwa dem früheren Abo Basic, sei aber 5 Franken teurer im Monat. Das neue Swiss Max ist vergleichbar mit dem Abo Swiss. Es kostet monatlich 10 Franken mehr. Das neue Abo bietet doppelt so viel Datenroaming, dafür keine Roaminganrufe mehr. Europe Max kostet gleich viel wie das bisherige Abo Europe und beinhaltet die gleichen Leistungen.

Das teuerste neue Abo Travel Max kostet 10 Franken mehr im Monat als der Vorgänger Europe XXL. Die beiden Abos seien vergleichbar in Bezug auf die Nutzung in der Schweiz und in der Europa-Zone. Allerdings enthält das neue Abo zusätzlich Roaming in einigen Ferienländern, die im bisherigen Abo nicht inklusive waren. In einigen beliebten Ferienländern wie in Kroatien, der Türkei, den USA und Kanada waren die monatlich 40 Gigabyte Datenroaming des Europe-XXL-Abos bis zum 9. Juni 2022 jedoch gültig. In den genannten Ländern sind die Leistungen nun wesentlich schlechter als noch bis zum 9. Juni 2022, wie Moneyland.ch erklärt. Erst kürzlich stand der Telko dafür in der Kritik, wie Sie hier nachlesen können. Die Verschlechterung betreffe aber auch die Kundschaft, die weiterhin ein altes Salt-Abo nutze.

Apropos alte Abos: Bestehende Salt-Kundinnen und -Kunden behalten ihre bisherigen Handyabos. Ist die Mindestvertragsdauer abgelaufen, können sie auf Wunsch zu einem neuen Abo wechseln.

Salt im Konkurrenzvergleich

(Source: Moneyland.ch)

Gegenüber den Angeboten der Mitbewerber Swisscom und Sunrise unterscheiden sich die neuen Salt-Abos nur minimal, wie Telekom-Experte Ralf Beyeler von Moneyland erklärt. Auch Swisscom und Sunrise überarbeiteten ihre Handyabos. Mehr zu Blue von Swisscom lesen Sie hier. "Salt gibt einige Goodies dazu, wie zum Beispiel 1 Gigabyte Datenroaming in der Europazone bei der Schweizer Flatrate. Doch der typische Schweizer Privatkunde dürfte davon nur wenig profitieren", sagt Beyeler.

Salt sei von den drei grössten Schweizer Telkos aber häufig am teuersten. Wer sparen will, geht besser zu einer kleineren Zweit- oder Drittmarke. Hinter vielen dieser Marken stecke einer der drei grossen Netzbetreiber.

Einen grossen Vorteil sieht Beyeler darin, dass Salt nun auch seinen Standardtarif fürs Datenroaming beerdigt habe. "So kann es beim Datenroaming keine bösen Überraschungen mehr geben", sagt der Telekom-Expert und fügt an: "Bei vielen Anbietern ist dies bereits seit längerer Zeit so, jetzt zieht endlich auch der drittgrösste Schweizer Netzbetreiber nach."

Hier lesen Sie ausserdem, welches die günstigsten Roaming-Anbieter für die Sommerferien sind.

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