Hollywoodschauspieler fürchten, durch KI ersetzt zu werden
Zum ersten Mal seit mehr als 60 Jahren streiken zwei der drei grossen Gewerkschaften Hollywoods, nachdem Verhandlungen nicht zu einem neuen Vertrag mit der Vereinigung der Film- und TV-Produzenten geführt haben. Ein Streitpunkt ist AI und die Nutzungsrechte der digitalen Abbilder der Schauspieler.
Nach wochenlangen erfolglosen Verhandlungen zwischen der Schauspielergewerkschaft Screen Actors Guild - American Federation of Television and Radio Artists (SAG-AFTRA) und der Alliance of Motion Picture and Television Producers (AMPTP) sind die Schauspieler in Streik getreten. Damit legen rund 160'000 Beschäftigte der amerikanischen Unterhaltungsindustrie ihre Arbeit nieder, wie The Verge berichtet. Der Einsatz generativer KI war demnach einer der Hauptstreitpunkte in den Verhandlungen zwischen den beiden Seiten. Aus demselben Grund streiken bereits die Drehbuchautoren Hollywoods. Die Writers Guild of America fordert, dass Regulierungsstandards rund um generative KI faire Arbeitsbedingungen und Entlohnung für professionelle Drehbuchautoren gewährleisten.
Besonders erhitzte der Vorschlag der Vereinigung der Film- und TV-Produzenten die Gemüter von SAG-AFTRA, Hintergrundschauspieler gegen einen Tageslohn scannen zu dürfen mit der Folge, dass die Produktionsfirmen Eigentümer dieses Scans, des Abbildes, des Ebenbildes der Schauspieler werden, wie es weiter heisst. Dieses digitale Abbild würden die Studios dann für immer ewig und für jedes Projekt, ohne Zustimmung und ohne Entschädigung der Schauspieler mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz kommerziell verwenden dürfen. SAG-AFTRA-Präsidentin Fran Drescher ("Die Nanny"): "Wenn wir jetzt nicht aufstehen, werden wir alle in Schwierigkeiten geraten, wir werden alle in Gefahr sein, durch Maschinen ersetzt zu werden."
Übrigens: Kürzlich hat Google seinen Chatbot Bard auch in der Schweiz lanciert, wie Sie hier nachlesen können.
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