T wie (AI) TRiSM
Theorie: AI TRiSM steht für «AI Trust, Risk and Security Management». Hinter dem Kürzel verbergen sich drei Dimensionen: Trust (Vertrauen), Risk (Risiken) und Security (Sicherheit). Es geht darum, künstliche Intelligenz so einzusetzen, dass sie nachvollziehbar, fair und robust funktioniert – und dabei Datenschutz und Ethik respektiert. TRiSM umfasst Methoden zur Governance, zur Überwachung von Risiken und zur Sicherstellung von Sicherheit und Zuverlässigkeit. Ziel ist, Vertrauen in KI aufzubauen und Schäden zu vermeiden. Ein praktisches Beispiel ist «Explainable AI»: Sie versucht, Entscheidungen von Modellen so darzustellen, dass Menschen sie verstehen können, auch wenn im Hintergrund komplexe Berechnungen ablaufen.
Realität: In der Praxis hat TRiSM einen schweren Stand. Unternehmen sprechen zwar gerne davon, setzen es aber oft nur oberflächlich um. Unter dem Druck, schnell Ergebnisse liefern zu müssen, bleibt wenig Platz für Fairness oder Transparenz. Wer KI einführt, will Effizienz spüren – sofort. Doch TRiSM bedeutet auch, unbequeme Fragen zu stellen, Risiken zu prüfen und manchmal zu bremsen. Genau das passt nicht in die gängigen Innovationslogiken.
Das führt dazu, dass TRiSM häufig wie eine Formalie behandelt wird: ein Kapitel im Auditbericht, eine hübsche Grafik in der Präsentation. Sobald niemand hinschaut, tritt die Realität hervor: KI wird vor allem nach wirtschaftlichen Kriterien beurteilt, nicht nach ethischen. Dabei sind gerade die menschlichen Folgen zentral: von voreingenommenen Kreditentscheidungen bis zu fehlerhaften Diagnosen. Jede dieser Geschichten kratzt am Vertrauen in die Technologie. Und Vertrauen ist nun mal die Basis, damit KI überhaupt breit eingesetzt werden kann.
Fazit: TRiSM ist kein Luxus, sondern ein notwendiger Teil jeder KI-Anwendung. Es sorgt dafür, dass wir nicht nur schnelle, sondern auch verantwortbare Lösungen bauen. Denn am Ende zählt nicht, wie clever ein Modell ist, sondern ob wir ihm trauen. Oder, um es plastisch zu sagen: Eine KI ohne TRiSM ist wie ein selbstfahrendes Auto ohne Bremsen: spannend für die Zuschauer, aber nichts für die Passagiere.
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