Krieg in Nahost belastet Digital-Signage-Branche
Die Schliessung der Strasse von Hormus stürzt die Digital-Signage-Branche zunehmend in eine Lieferkettenkrise. Wegfallende Schifffahrtswege, steigende Hardwarekosten, Energieengpässe und die Aussicht auf langwierige Folgen belasten die Industrie. Betroffenen Unternehmen droht eine Zeit anhaltender Unsicherheit.
Der Krieg im Iran setzt die Digital-Signage-Branche zunehmend unter Druck. Zwei Wochen nach Ausbruch der Kriegshandlungen ist die Strasse von Hormus, einer der weltweit wichtigsten Schifffahrtswege für Erdöl, Flüssigerdgas, industrielle Rohstoffe und Konsumgüter, weiterhin geschlossen. Die Folgen der Blockade in der Golfregion erreichen mittlerweile nicht nur Asien, sondern auch Europa und Nordamerika, wie "Invidis" berichtet.
Steigende Treibstoffpreise, höhere Versicherungsprämien für Schiffe und Umleitungen oder Aussetzungen von Schifffahrtsrouten belasten die globalen Lieferketten. "Rund ein Fünftel der weltweiten Ölnachfrage sei faktisch vom Markt verschwunden", zitiert "Invidis" die Internationale Energieagentur in Paris.
Die Auswirkungen treffen Asien, als Schlüsselbereich der Fertigung der Digital-Signage-Industrie, besonders stark. Produktionsländer für Computer, Mediaplayer, Speicher und Chips wie China, Taiwan, Vietnam, Malaysia oder Indonesien seien stark auf Importe von Flüssigerdgas und Helium aus der Golfregion angewiesen. Dies führe zu steigenden Kosten für Hardware. Stockende Lieferketten führten zudem zu Preiserhöhungen für Computer, Mediaplayer und Speicherkomponenten, schreibt "Invidis" weiter.
Logistik treibt Kosten in Europa und Nordamerika in die Höhe
Neben Asien und dem Nahen Osten erfassen indirekte Auswirkungen der Blockade laut Bericht zunehmend auch Europa und Nordamerika. Der bislang als relativ wenig anfällig für Logistikkosten geltende Digital-Signage-Markt kämpfe mit massiv ansteigenden Diesel- und Speditionspreisen. Da Diesel-LKW einen wesentlichen Teil der globalen Lieferketten ausmachen, schlagen sich die gestiegenen Transportkosten in nahezu allen Produktkategorien nieder. Der Transport entwickelt sich damit schnell zu einem entscheidenden Budgetfaktor. Der mögliche Rückzug chinesischer Lieferanten könnte den Zugang zu wichtigen Materialien laut Bericht weiter verknappen.
Für die Digital-Signage-Industrie bedeutet diese Entwicklung steigende Hardware-Preise, verlängerte Lieferzeiten und eine geringere Zuverlässigkeit der Lieferketten. Zudem drohen nachlassende Investitionen und eine spürbar schwächere Nachfrage nach Digital-Signage-Lösungen.
Selbst bei einem unerwartet günstigen Szenario wie einem vorzeitigen Ende des Krieges prognostiziert "Invidis" eine Zeit anhaltender Unsicherheit für die Digital-Signage-Branche. Lieferketten würden sich nicht sofort erholen, Lagerbestände seien bereits niedrig, Produktionspläne beeinträchtigt und Logistiknetzwerke stünden unter wesentlichem Druck. Deshalb werden die Folgen für die Unternehmen, deren Kunden sowie die Nachfrage im Markt mit jedem weiteren Tag einer anhaltenden Blockade der Strasse von Hormus gravierender.
Übrigens: Schon vor Ausbruch des Kriegs im Iran sah sich die Signage-Branche mit Schwierigkeiten konfrontiert, unter anderem mit steigenden Kosten und der knappen Verfügbarkeit von Bauteilen wie Arbeitsspeicher - mehr dazu lesen Sie hier.
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