Drei Viertel der Schweizer Bevölkerung nutzen bereits KI-Chatbots
Drei von vier Personen in der Schweiz nutzen im Alltag KI-Helfer wie ChatGPT oder Google Gemini. Der Anteil ist laut einer Comparis-Umfrage seit 2024 deutlich gestiegen - damals lag er noch bei rund 50 Prozent.
KI-Chatbots erfreuen sich in der Schweiz grosser Beliebtheit. 76,1 Prozent der erwachsenen Bevölkerung geben an, regelmässig ChatGPT, Google Gemini, Perplexity, Grok oder ein ähnliches KI-Tool zu nutzen, wie eine Umfrage von Comparis mit 1035 Teilnehmenden vom März 2026 zeigt . Das Preisvergleichsportal stellt damit einen steilen Anstieg der KI-Nutzung fest: 2024 betrug der Anteil 49,7 Prozent, 2025 waren es 62,4 Prozent.

"Die Nutzung von KI-Tools wird immer selbstverständlicher. Durch KI-Funktionen in der Google-Suche kommt heute praktisch jede Internetnutzerin und jeder Internetnutzer automatisch mit künstlicher Intelligenz in Kontakt", sagt Jean-Claude Frick, Digitalexperte bei Comparis.

Jean-Claude Frick, Digitalexperte bei Comparis. (Source: zVg)
Doch gibt es Unterschiede basierend auf verschiedenen demografischen Merkmalen, wie Comparis weiter schreibt. So sei der Anteil der KI-Nutzenden beispielsweise bei jüngeren Personen zwischen 18 und 35 Jahren höher als bei höheren Altersgruppen. Auch Bildungsniveau und Einkommen würden eine Rolle spielen: Menschen mit guter Bildung und gutem Einkommen verwenden laut Umfrage mehr KI-Tools. Und schliesslich sei der Anteil in der französischsprachigen Schweiz etwas höher als im deutschsprachigen Teil.
Über 40 Prozent der KI-User verwenden Chatbots gemäss Comparis als Ersatz für die Websuche. Durch die Textausgabe sei die Informationsbeschaffung praktischer als mit einer Liste von Links wie etwa bei Google, sagt Frick. Weitere beliebte Anwendungsgebiete sind laut Umfrage das Verfassen von Texten wie Zusammenfassungen und das Bestellen bei Online-Detailhändlern.
Gewisse Themen werden aber nicht mit der KI diskutiert. Gemäss Umfrage lehnen es rund 50 Prozent der Befragten ab, persönliche Angaben wie etwa Gesundheitsdaten mit einem Chatbot zu teilen; wenn es um Angaben zur psychischen Gesundheit geht, seien es über 55 Prozent, wobei Frauen noch etwas vorsichtiger seien als Männer.
OpenAI ist übrigens dabei, ChatGPT weiterzuentwickeln, um flüssigere Gespräche zu ermöglichen. Lesen Sie hier mehr zum Thema.
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