Anthropic veröffentlicht eingeschränktes KI-Modell der Mythos-Klasse
KI-Entwickler Anthropic macht erstmals ein Mythos-Modell für die Öffentlichkeit zugänglich. Claude Fable 5 verfügt über die Fähigkeiten und das Potenzial von Claude Mythos, hat aber einige Einschränkungen, die Missbrauch verhindern sollen. Mitglieder von Project Glasswing erhalten derweil Zugriff auf das weniger eingeschränkte Claude Mythos 5.
Anthropic veröffentlicht mit Claude Fable 5 eine eingeschränkte Version von Claude Mythos. Damit macht der KI-Entwickler erstmals ein Modell der Mythos-Klasse für User ausserhalb der exklusiven Project-Glasswing-Gruppe zugänglich. Fable 5 ist stärker als jedes andere allgemein verfügbare KI-Modell von Anthropic, wie der OpenAI-Konkurrent schreibt. Deshalb seien Sicherheitsmechanismen eingebaut, die verhindern sollen, dass das Modell etwa von Cyberkriminellen missbraucht werde.
So sind laut Mitteilung bestimmte Themen festgelegt, zu denen sich Fable 5 nicht äussern darf. Bei Prompts zu diesen Themen komme die Antwort hingegen von Claude Opus 4.8, dem nächst schwächeren Modell. Die Sicherheitsmechanismen sind aktuell eher konservativ eingestellt, wie Anthropic weiter schreibt. So sollten sie alle gefährlichen Prompts erwischen, könnten aber auch mal bei einer harmlosen Anfrage greifen. Insgesamt würden die Safeguards jedoch in weniger als 5 Prozent der Sitzungen aktiviert.
Mitglieder von Anthropics Cybersecurity-Initiative Project Glasswing erhalten gemäss Mitteilung gleichzeitig Zugang zu Claude Mythos 5. Das Modell sei grundsätzlich identisch mit Fable 5, verfüge jedoch über weniger Sicherheitsmechanismen. Zusätzlich zu den Anwendungen in der Cybersicherheit wolle Anthropic das Modell auch für Institutionen im Bereich der biomedizinischen Forschung verfügbar machen.
Laut Anthropic können Fable 5 und Mythos 5 länger autonom arbeiten als alle bisherigen Claude-Modelle. Die internen Tests hätten zudem Verbesserungen bei analytischen Aufgaben, Bilderkennung und Erinnerungsvermögen festgestellt.
Übrigens: Anthropic gab kürzlich bekannt, dass 150 Organisationen aus 15 Ländern - darunter auch die Schweiz - neu Teil von Project Glasswing werden. Das KI-Unternehmen will insbesondere mit Betreibern kritischer Infrastrukturen zusammenarbeiten, wie Sie hier lesen können.
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