Digital-Signage-Hersteller übergehen Integratoren
Insbesondere in nicht-westlichen Märkten vertreiben Pro-AV- und Digital-Signage-Hersteller ihre Produkte zunehmend selbst. Ausserdem steigen vielerorts Telkos ins Geschäft ein. Traditionelle Integratoren bleiben dabei auf der Strecke und profitieren weniger vom weltweiten Wachstum der Branche.
Der Markt für Pro-AV- und Digital-Signage-Lösungen befindet sich in einer weltweiten Wachstumsphase. Doch während in Europa und Nordamerika typischerweise spezialisierte Integratoren die Produkte vertreiben, tun dies in anderen Regionen oftmals Telekommunikationsanbieter oder auch die Hersteller selbst, wie "Invidis" berichtet. So würden die traditionellen Integratoren aus ihrem eigenen Markt verdrängt.
In den Regionen ausserhalb von Europa und Nordamerika sind Telkos laut "Invidis" insbesondere bei KMUs bereits sehr gut vernetzt - die jahrzehntelange Bereitstellung von Festnetz-, Mobilfunk- und Internetdiensten hat entsprechendes Vertrauen aufgebaut. Deshalb sei es ihnen nun ein Leichtes, ihr Portfolio um Digital-Signage-Lösungen zu erweitern und diese derselben Kundschaft anzubieten. Umfangreiche Erfahrung mit Finanzierungsmodellen und Managed Services sei ein weiterer Pluspunkt für die Telkos.
In den sich entwickelnden Märkten gebe es zudem immer mehr Direktvertriebsmodelle. Gemäss Bericht bieten etwa Hersteller wie Samsung, Lenovo oder Huawei ihren Kunden schlüsselfertige Pakete an, die gleich mehrere Produkte und teils sogar Dienstleistungen enthalten - alles unter einem Vertrag. Dies reduziere die Komplexität, weshalb Unternehmen lieber auf solche Pakete zurückgreifen würden als bei einem Integrator einzukaufen.
Angesichts dieser Entwicklungen positionieren sich allerdings einige Integratoren bereits neu, wie "Invidis" weiter schreibt. So würden sie etwa auf Marken-Displays und Premium-CMS-Plattformen verzichten und den Fokus neu auf White-Label-Displays legen, die sie unter der Eigenmarke vertreiben könnten.
An der ISE 2026 in Barcelona kam die ganze Pro-AV- und Digital-Signage-Branche zusammen. Was es alles zu sehen gab, lesen Sie hier.
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