Produkt-Suite "Pathguard"

Anapaya lanciert SCION-Lösung für sicheren Unternehmenszugriff

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von Dylan Windhaber und rja

Das ETH-Spin-off Anapaya bringt eine auf der Netzwerk- und Internetarchitektur SCION basierende End-to-End-Lösung auf den Markt. Die Produkt-Suite Pathguard soll den Zugriff auf Unternehmensanwendungen auf autorisierte Nutzende beschränken und die Dienste für Unbefugte unsichtbar machen.

(Source: geralt / pixabay.com)
(Source: geralt / pixabay.com)

Das Zürcher Unternehmen Anapaya erweitert mit Pathguard die SCION-Technologie auf Browser, Apps und Endgeräte. Die Produkt-Suite soll Unternehmen ermöglichen, den Zugriff auf einzelne Anwendungen und Dienste auf bestimmte Nutzende zu beschränken, wie Anapaya mitteilt. Nicht autorisierte Personen erhielten die für den Zugriff erforderlichen Pfadinformationen nicht. Dadurch sollen die geschützten Anwendungen sowohl über das öffentliche Internet als auch über das SCION-Netzwerk für Unbefugte unsichtbar und unerreichbar bleiben.

Unternehmen können laut Anapaya zudem festlegen, über welche Netzwerkanbieter, Pfade und Regionen der Datenverkehr läuft. So liessen sich etwa Regionen vermeiden, die bestimmte Compliance-Anforderungen nicht erfüllen. SCION Multipath soll ausserdem bei Netzwerkstörungen einen schnellen Wechsel auf einen anderen Pfad ermöglichen, heisst es weiter.

Pathguard unterstütze Browser, Clients und VPN-Zugänge und lasse sich in die Identitätsverwaltung eines Unternehmens integrieren. Laut dem Anbieter kann eine geschützte Anwendung hinter einem Anapaya-Edge-Router sowohl lokal als auch in der Cloud betrieben werden. 

Die neue Lösung solle bestehende Sicherheitslösungen nicht ersetzen, sondern ergänzen, schreibt Anapaya. Pathguard regelt laut dem ETH-Spin-off, wer eine geschützte Anwendung erreichen kann und über welche SCION-Pfade der Datenverkehr läuft. Bestehende Systeme würden weiterhin Aufgaben wie Identity- und Access-Management, Anwendungssicherheit, Endpoint-Monitoring und Incident Response übernehmen.

Anapaya-CEO Martin Bosshardt begründet die Einführung der Produkt-Suite mit der zunehmenden Nutzung von KI für Cyberangriffe. Durch KI liessen sich Schwachstellen in exponierten Diensten schneller entdecken und mit geringerem Aufwand ausnutzen. Mit Pathguard wolle Anapaya deshalb von Grund auf steuern, "wer Zugriff auf kritische Dienste hat".

 

Anapaya ist übrigens eine Partnerschaft mit dem Network-as-a-Service-Anbieter Megaport eingegangen. Unternehmen könnten somit über Megaports globale Plattform Zugang zu SCION erhalten. Mehr dazu lesen Sie hier. 

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