Was die Gäste am Swiss Payment Forum erwartet
Auch dieses Jahr bringt das Swiss Payment Forum die Schweizer Payment-Branche in Zürich zusammen. Im Interview spricht die Programmverantwortliche Nicole von Mulert über paneuropäische Bezahllösungen und weitere Programmpunkte, welche die Teilnehmenden am 16. und 17. November erwarten.
An welches Publikum richtet sich das Swiss Payment Forum?
Nicole von Mulert: Es richtet sich an die gesamte Payment-Branche: von Banken und Kartenanbietern über Payment Service Provider und Händler bis hin zu Technologieanbietern. Wir sprechen Führungskräfte ebenso an wie Fachleute aus Zahlungsverkehr, Innovation, Digitalisierung und Risk Management. Entscheidend ist für mich, dass unterschiedliche Perspektiven zusammenkommen.
Das Programm des diesjährigen Forums greift zahlreiche aktuelle Entwicklungen auf. Können Sie ein paar nennen?
Wir sprechen über paneuropäische Bezahllösungen, Instant Payment, Betrugsprävention und KI. Dabei geht es vor allem um die Frage, was sich dadurch tatsächlich verändert – für die Branche und für Kundinnen und Kunden.
Was tut sich bei den paneuropäischen Bezahllösungen und welche Bedeutung hat das für den hiesigen Zahlungsverkehr?
In Europa bewegt sich viel. Lösungen wie Bizum oder Vipps Mobilepay sind in ihren Heimatmärkten gut etabliert und reichen zunehmend über die Landesgrenzen hinaus. Das ist auch für die Schweiz relevant. Wir haben einen gut entwickelten eigenen Zahlungsmarkt, sind aber eng mit Europa verbunden. Für mich wird deshalb die Frage wichtig, wie solche Lösungen künftig zusammenspielen. Für die Nutzenden sollte es möglichst einfach bleiben, ohne dass sie sich Gedanken über das System dahinter machen müssen. Für die Anbieter stellt sich die Frage, welche Position sie in den wachsenden europäischen Ökosystemen einnehmen können.
Ein Programmpunkt widmet sich der Sicht der Schweizerischen Nationalbank (SNB) auf die aktuellen Entwicklungen. Welche Fragen werden dabei im Zentrum stehen?
Die Perspektive der SNB ist relevant, weil Payment nicht nur eine technische oder kommerzielle Angelegenheit ist. Der Zahlungsverkehr gehört zur Infrastruktur unserer Wirtschaft. Neben Innovation und Wettbewerb geht es deshalb auch um Stabilität, Resilienz und die regulatorische Entwicklung. Mich interessiert, wie die SNB die Veränderungen einschätzt und wo sie längerfristig Handlungsbedarf sieht. Bei einem technologisch so dynamischen Thema ist es hilfreich, auch einmal einen Schritt zurückzutreten.
Was macht das Swiss Payment Forum aus Ihrer Sicht zu einem besonderen Treffpunkt für die Payment-Branche?
Für mich ist es in erster Linie der direkte Austausch. Payment ist ein Ökosystem, in dem vieles verbunden ist. Banken, Händler, Technologieanbieter und neue Marktteilnehmer haben nicht immer dieselben Interessen, sind aber aufeinander angewiesen. Das Forum bringt diese unterschiedlichen Akteure zusammen. Und nicht selten entstehen gerade in den Gesprächen während der Networking-Pausen neue Ideen oder Kontakte.
Welchen konkreten Nutzen können die Teilnehmenden aus dem Event ziehen?
Zum einen natürlich Wissen und Orientierung: Was verändert sich gerade, welche Themen werden wichtiger und welche Entwicklungen sollte man im Auge behalten? Ebenso wichtig ist für mich der Austausch mit Menschen, die vor ähnlichen Fragen stehen oder einen anderen Blick darauf haben. Ich freue mich, wenn unsere Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Ende etwas mitnehmen, das über die reine Information hinausgeht – eine neue Idee, eine andere Perspektive oder einen interessanten Kontakt. Besonders schön finde ich, wenn ein Impuls aus dem Forum danach weiter wirkt und vielleicht sogar in der eigenen Arbeit etwas anstösst.
Asos bestätigt Datenleck nach gefälschter Push-Nachricht
BDO übernimmt Microsoft-365-Spezialisten K-Con
Adecco-CEO: "Ein Unternehmen muss zunächst seine Prozesse in Ordnung bringen"
Zeix macht KI alltagstauglich
Swisscom darf Preisobergrenze für Glasfasernetz nicht erhöhen
Wieso nicht auch alltägliche Probleme maximal optimieren
Ricardo meldet Datenabfluss bei 890'000 Userkonten
Update: Auch Berner Pensionskassen melden einen Cyberangriff
Schweizer KMUs buhlen um erfahrene KI-Fachkräfte