Blackberry nur mehr auf Platz 2 im Business-Markt
Der Business-Markt war bisher das Revier von RIM (Research in Motion). Wie eine aktuelle IDC-Studie zeigt, tritt RIM seine Position als Marktführer nun an Apple ab.
Der Blackberry-Hersteller RIM schwächelt nun auch im bisher starken Firmengeschäft. 2011 verkaufte RIM rund 22,4 Millionen Blackberrys direkt an Unternehmen. Apple soll in diesem Jahr insgesamt 31,1 Millionen Smartphones an Firmen verkaufen und liegt damit auf Platz 1 im Business-Markt, zitiert die US-amerikanische Computerworld die IDC-Studie. Zum Vergleich: Die Firmenkäufe von Android liegen bei rund 15,1 Millionen.
Android führt bei BYOD
Die IDC-Studie unterscheidet durch die Firma direkt gekaufte Smartphones und solche, die von Angestellten erworben wurden, aber geschäftlich genutzt werden. Hier liegt Android deutlich vorne. IDC prognostiziert bis Ende 2012 87,7 Millionen im Rahmen von BYOD verkaufte Smartphones. Apple verkauft in diesem Segment 37,1 Millionen Smartphones, während RIM nur 5,2 Millionen an Angestellte ausliefert.
Auch im Consumer-Markt führt Android mit 351,9 Millionen verkauften Smartphones deutlich vor Apple mit 78,6 Millionen. Blackberrys sind bei den Konsumenten nicht sonderlich beliebt; lediglich 14,8 Millionen wurden im Consumer-Markt veräussert.
Sicher und beliebt
Den Grund für den Aufstieg von Apple im Business-Markt sehen die IDC-Analysten in der Popularität auf dem Consumer-Markt und im relativ sicheren Betriebssystem, das für Firmen ein entscheidendes Kriterium sei. Während das Blackberry im Consumermarkt deutlich schwächelt, kämpft Android mit dem gegensätzlichen Problem. Das Betriebssystem weist zu viele Sicherheitslücken auf, die für Firmen nicht akzeptabel sind. Windows Phone spielt im Business-Markt laut IDC eine Aussenseiterrolle und nur wenige Firmen werden die neue Microsoft-Plattform einführen.
Weitere Hiobsbotschaft für RIM
Für den schwächelnden Smartphone-Hersteller RIM gibt es erneut schlechte Nachrichten. Nokia will nun den Verkauf von Blackberry-Geräten in den USA stoppen, berichtet Futurezone. Das Unternehmen beziehe sich dabei auf ein Ergebnis einer Schlichtung in Schweden. In dieser Schlichtung sei festgestellt worden, dass RIM seine Geräte mit WLAN-Funktechnik erst nach einer Einigung über eine Lizenz für betroffene Nokia-Patente wieder vertreiben dürfe. Bisher ist laut Futurezone aber noch keine Einigung über die Lizenzgebühr erfolgt.
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