Fernfachhochschule Schweiz lanciert praxisnahes Informatikstudium
Ein neuer Informatik-Studiengang der Fernfachhochschule Schweiz (FFHS) basiert auf der Kooperation zwischen Unternehmen, Studierenden und der Hochschule. Mit dem neuen Studiengang will die FFHS dem Fachkräftemangel entgegenwirken.
Ein neuer Informatik-Studiengang der Fernfachhochschule Schweiz (FFHS) soll gymnasialen Maturanden den direkten Einstieg in die Arbeitswelt ermöglichen, wie die FFHS mitteilt. Das praxisintegrierte Bachelor-Studium (PiBS) kommt vor allem Gymnasiasten entgegen, die kein rein theoretisches Studium absolvieren wollen.
PiBS basiert auf der Kooperation zwischen Unternehmen, Studierenden und der Hochschule. Die Studierenden sammeln zu 40 Prozent Praxiserfahrung im Unternehmen, während der restlichen 60 Prozent absolvieren sie das reguläre Bachelor-Studium.
Die Attraktivität des Studiums soll durch dieseVerbindung von Praxis und Theorie verbessert werden und auch die Zahl weiblicher Studierender erhöhen. "Die Studierenden werden im Betrieb mit fachrelevanten Tätigkeiten betraut und studieren während zwei bis drei Tagen in der Woche an der FFHS. So erreichen wir ein Maximum an Praxisnähe", sagt Professor Kurt Grünwald, Direktor der FFHS.
Fachkräftemangel mindern
Der Studiengang versucht, im Rahmen eines vom Bund verabschiedeten Massnahmepakets, dem wachsenden Fachkräftemangel im MINT-Bereich (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) entgegenzuwirken.
Auch die Post und Postfinance, die für diesen Studiengang mit der FFHS kooperieren, erhoffen sich neue hochqualifizierte Mitarbeiter: "Die nächsten Jahre werden eine Herausforderung, da der Markt an guten Fachkräften allgemein angespannter wird. Um unseren zukünftigen Bedarf auf allen Bildungsniveaus zu decken, kommt uns das PiBS deshalb sehr entgegen", meint Pierre Marville, Leiter Berufsbildung bei der Post.
Start im nächsten Herbst
Das erste PiBS Informatik an der FFHS startet im Herbstsemester 2015/16, das Studium dauert acht Semester und wird mit dem eidgenössisch anerkannten Bachelor of Science abgeschlossen. Voraussetzung für die Zulassung ist ein Studienausbildungsvertrag mit einem kooperierenden Unternehmen.
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