Swisscom-Studie: TV wird dank Internet indiviueller genutzt
Im Auftrag von Swisscom befragte das Link-Institut rund 1'000 Personen zu ihren Internet- und TV-Gewohnheiten. Eine gleiche Umfrag führte Link zuletzt für Swisscom im Herbst 2005 durch. Während damals ein Viertel der Befragten mit einer Dial-up-Verbindung online gingen, sind es in der aktuellen Studie nur noch 6 Prozent. 64 Prozent gehen heute per ADSL-Anschluss ins Internet, 23 Prozent über Kabel und 33 Prozent nutzen bereits einen VDSL-Anschluss.
Die Zahl derjenigen, die ihr Fernsehprogramm über eine Internetverbindung beziehen, hat sich gegenüber Herbst 2005 verdreifacht und liegt bei 14 Prozent. 10 Prozent nutzen den Computer zum Fernsehen. Nur 1 Prozent gab an, TV auf mobilen Geräten wie Notebook, mobilem DVD-Player oder Handy zu sehen.
Die meisten der Befragten surfen im Internet oder lesen und schreiben E-Mails. Andere Funktionen werden im Vergleich zur letzten Erhebung nicht wesentlich häufiger genutzt: 37 Prozent hören Internetradio (2005: 31 Prozent), 13 Prozent telefonieren übers Internet (2005 gleich). Diese Erkenntnisse seien umso bemerkenswerter, als die aktuelle Studie mittels Online-Panel durchgeführt wurde, also eine internetaffinere Bevölkerung zum Ziel hatte, schreiben die Studienautoren.
Die Befragung zeigte auch, dass die meisten gleich oder sogar mehr fernsehen, seit sie einen Internetanschluss haben. Mit digitalem TV nutzen sie die Programme gezielter und individueller und wollen ihre Programme selbst zusammenstellen: Für 75 Prozent der Befragten ist dies wichtig oder sehr wichtig (2005: 59 Prozent). Auch die Bildqualität ist für 80 Prozent sehr wichtig. Entsprechend geben über die Hälfte an, ein für den Empfang von hoch auflösendem Fernsehen (HDTV) ausgerüstetes Fernsehgerät zu besitzen oder beim Kauf des nächsten Fernsehgerätes darauf zu achten.
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