Leichter Rückgang bei Cyberangriffen auf Schweizer Unternehmen
In den ersten neun Monaten des Jahres ist die Anzahl Cyberangriffe in der Schweiz im Vergleich zu den ersten drei Quartalen im Vorjahr zurückgegangen. Dies entspricht dem europäischen Trend. Trotzdem darf die Cyberabwehr nicht vernachlässigt werden, denn Ransomware ist auf dem Vormarsch.
Insgesamt ist die Anzahl der Cyberangriffe weltweit leicht angestiegen. Dies zeigt eine Statistik von Check Point Research (CPR), der Threat-Intelligence-Abteilung von Check Point Software Technologies. In der Schweiz und in ganz Europa ist das Gegenteil zu beobachten. Pro Woche und pro Organisation gab es hierzulande von Januar bis und mit September 2023 insgesamt 367 Attacken. Dies entspricht einem Rückgang von sechs Prozent gegenüber dem Vergleichswert im Vorjahr. Oft attackierten die Täter Forschungs-, Regierungs-, Militär- und Gesundheitseinrichtungen.
Insgesamt gab es 966 Angriffe pro Woche und pro Organisation in Europa, ein Prozent weniger als im Vorjahr. In Deutschland fanden pro Woche durchschnittlich 386 Attacken auf eine Organisation statt, was einem Minus von 8 Prozent entspricht. Österreich verzeichnet im Vorjahresvergleich zwei Prozent weniger Attacken. Eine österreichische Organisation wurde pro Woche 448 Mal angegriffen. Ein Prozent weniger Angriffe zielten auf Organisationen in ganz Europa, 966 pro Woche und pro Organisation. Die höchsten von CPR veröffentlichten Werte verzeichnen Afrika mit 1987 und die APAC-Region mit 1963 Cyberangriffen pro Woche und pro Organisation. Den höchsten Anstieg an Cyberattacken beobachtete CPR in der APAC-Region. Dort kam es zu 15 Prozent mehr Angriffen gegenüber dem Vorjahresvergleichswert.
Trotz des Rückgangs von Cyberangriffen insgesamt gibt es einen ansteigenden Trend bei Ransomware. Das Ziel solcher Angriffe ist das Erpressen von Lösegeld. Die Möglichkeit, Geld von Einzelpersonen, Unternehmen oder sogar Regierungen zu erpressen, macht Ransomware für die Täter zu einem profitablen Geschäft, schreibt das Unternehmen.
Oft unterschätzen Unternehmen die Gefahr eines Cyberangriffs. Bei einem Ransomware-Attacke hilft eine gute Datensicherung. Wenn die Daten nicht verloren gehen, können die Angreifer ihr Ziel nicht erpressen. Deswegen sind regelmässige Backups wichtig. Mitarbeitende sollten geschult werden, damit sie zum Beispiel nicht auf Phishing-E-Mails reinfallen. Updates und Patches schliessen Sicherheitslücken, wodurch die Systeme weniger anfällig für Eindringlinge werden. Automatisierte Bedrohungserkennungen, zum Teil mit KI-Integration, können Ransomware erkennen und abwehren.
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