Toshiba plant Verkauf seiner Kamerasensorsparte an Sony
Nach einem milliardenschweren Bilanzfälschungsskandal baut Toshiba seinen Konzern um. Da die Gewinne mit Kamerasensoren für Smartphones klein sind, plant das japanische Unternehmen den Verkauf dieser Sparte an Sony.
Zu Beginn dieser Woche sind Gerüchte aufgetaucht, wonach Sony ein Geschäftsbereich von Toshiba aufkaufen will. Heute, Mittwoch, kommentierten die beiden Unternehmen die Spekulationen. So soll sich Sony besonders für Toshibas Produktionsanlagen für Kamerasensoren interessieren. Gemäss einer gemeinsamen Mitteilung unterzeichneten die beiden Unternehmen bereits eine nicht bindende Vereinbarung.
Der japanische Elektronikkonzern Toshiba befindet sich nach einem Bilanzfälschungsskandal mitten im Konzernumbau. Mit dem Verkauf an Sony sollen die angeschlagenen Finanzen wieder aufgebessert werden. In ihrer gemeinsamen Mitteilung gaben die beiden Firmen keine Details zum Kaufpreis bekannt. Der Deal soll allerdings rund 20 Milliarden Japanische Yen, umgerechnet etwa 163,5 Millionen Franken gekostet haben, wie eine Quelle dem Nachrichtenmagazin Reuters verraten haben will.
Abschluss geplant
Konkret soll es beim Kauf um die Produktionsanlage in Oita im Süden Japans gehen. Zusätzlich zur Anlage plant Sony auch die Übernahme der rund 1100 Fabrikarbeiter, wie die Unternehmen weiter schreiben. Die Konzerne wollen sich bis Ende des Kalenderjahres 2015 definitiv einig werden. Der Verkauf soll laut Mitteilung noch vor Ende dieses Geschäftsjahres abgewickelt werden.
Für Toshiba bringt das Abkommen keine grossen Verluste mit sich, da der Vertrieb von Bildsensoren für die Firma nur ein Nischenmarkt ist, wie es weiter heisst. Sony wiederum beabsichtige, den eigenen Geschäftsbereich für Kamerasensoren weiter zu stärken. Diesen gliederte der Konzern erst kürzlich als eigenes Unternehmen unter dem Namen "Sony Semiconductor Solutions" aus.
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