KI führt Wanderer aufs Glatteis
CE- und IT-Welt fördern immer wieder Erstaunliches und Kurioses zutage, das zum Schmunzeln anregt. Die seltsamsten Kurznews immer in der Rubrik «Curiosities». Gute Unterhaltung!
dwi. Eine Gruppe junger Urlauber wollte vom Südtirol bis zum Gardasee wandern und liess sich den Weg von einer KI weisen. Diese hatte offenbar Grosses vor: Statt einer gemütlichen Panoramatour schlug sie eine Route durchs Martelltal und über einen Gletscher vor, wie «20 Minuten» berichtet. Sportlich waren die Reisenden zwar, für eine Gletscherquerung jedoch weder ausgerüstet noch erfahren genug. Zum Glück prüften die Vermieter ihrer Unterkunft den Reiseplan und rieten rechtzeitig von der Gletschertour ab. So blieb der Ausflug lediglich ein Gedankenexperiment – und der Fall zeigt: Wer einer KI blind folgt, lässt sich unter Umständen aufs Glatteis führen.
Vom Bzzzzzz zum Päng
rja. Ein Apfel liegt zu lange an der Sonne – und schon ist es passiert: Binnen Stunden übernimmt eine Armee summender Fruchtfliegen das Zimmer. Die Invasion macht aus manchen menschlichen Hausgenossen reuelose Massenmörder. «Sind ja nur dumme Fliegen», dürfte sich manch einer denken. Doch tatsächlich sind die Tierchen wohl schlauer als allgemein angenommen. Immerhin ist es Forschenden des Howard Hughes Medical Institute gelungen, das Modell eines Fruchtfliegengehirns dazu zu bringen, das klassische Shooter-Game «Doom» zu steuern, wie «Der Standard» berichtet. Auf einem echten Fliegenhirn lief das Game bislang nicht. Aber wer weiss, was passiert, wenn ein Forschender künftig seine Äpfel zu lange gären lässt. Er könnte die Fliegen umprogrammieren; oder aber die schlauen Tiere schlagen im «Doom»-Style mit einem lauten Päng zurück.
Schwedische Promis plädieren für mehr Unhöflichkeit – der Cybersecurity zuliebe
cka. Eine solide Firewall? KI in der Cyberabwehr? Oder eine quantensichere Verschlüsselung? Nein, in Schweden setzt man auf einen gänzlich anderen Schutzschild gegen Onlinebetrüger: Unhöflichkeit! Derzeit nehmen Scams im Land zu. Betrüger geben sich etwa als Polizisten aus – vor allem am Telefon – und versuchen so, Vertrauen zu wecken und die Opfer um ihr Geld zu bringen. Daher rufen in einer aktuellen Sensibilisierungskampagne vier schwedische Promis die Bevölkerung dazu auf, bewusst unhöflicher zu sein – oder auf Schwedisch: «Våga vara otrevlig»! Dies widerspreche der Erziehung vieler Schweden und Schwedinnen, erklärt die Schauspielerin Suzanne Reuter in einer Mitteilung der schwedischen Polizei. Heute müsse man aber den Mut haben, auch mal etwas zu hinterfragen. «Das ist nicht unhöflich – es ist Selbstschutz.» Die Kampagne soll die Bevölkerung dazu ermutigen, ohne schlechtes Gewissen einfach aufzulegen, wenn ihnen etwas verdächtig vorkommt. Die nächste Stufe wäre dann wohl, dass man dies tut, ohne der Person einen guten Tag zu wünschen – ob Schweden dafür wohl schon bereit ist?
Coup von Meister-GPU-Dieben geht schief
jme. Die GPU-Knappheit beschäftigt jetzt auch schon die Meisterdiebe: Anstatt einen Geldtransporter zu überfallen, dachten Unbekannte beim Anblick eines Nvidia-LKWs, sie könnten ein grosses Ding drehen, Hunderte von GPUs stehlen und reich auf eine Insel flüchten. Weit kamen sie jedoch nicht mit ihrem Meisterplan: Nachdem ihnen die Übernahme des selbstfahrenden LKWs gelungen war, wurden sie nach nur einem Kilometer neugierig und wollten ihre Beute sehen. Doch anstatt eines Regens aus Grafikkarten im Wert von mehreren Millionen kam ihnen Sand entgegen. Nvidia und PlusAI wollten selbstfahrende LKWs testen und stellten den Dieben dadurch eine sandige Falle. Tipp an Nvidia: Wie wäre es mit kleinen Hinweisen auf GPU-Transportern?: «Keine GPUs in diesem Lastwagen, nur Sand.»
Hundebesitzer aufgepasst!
efe. Gassigehen ist eigentlich simpel: Hund macht, Mensch sammelt ein. Doch das Smartphone bringt selbst diese Routine ins Wanken. Forschende der University of Surrey beobachteten 40 Stunden lang Spazierende in den Surrey Hills, wie «Der Standard» berichtet. Während die meisten Hundebesitzerinnen und -besitzer die Häufchen ihrer Vierbeiner vorbildlich einsammelten, stellten die Forschenden elf Fälle von verminderter Aufmerksamkeit aufgrund mobiltelefonischer Ablenkung fest. Die Vertiefung ins «Doomscrolling» lenkte die Hundehalterinnen und Hundehalter so stark ab, dass sie das Geschäft ihrer Fellnase verpassten. Böse Absicht beim Hinterlassen der «organischen Tretminen» stellten die Forschenden nicht fest. Und die Moral von der Gschicht’: Wer beim Gassigehen ständig nach unten aufs Handy schaut, verpasst das, was unten liegt.
Vertrauenswürdige KI-Projekte – in 4 Schritten von der Theorie zur Praxis
Zeix macht KI alltagstauglich
The Joy of Prompting
Wenn die KI durchdreht: CIO in the Lead
KI führt Wanderer aufs Glatteis
Wo Responsible AI heute noch zu kurz greift
Angel Investing in der Schweiz und in Afrika
Hat die Schweiz das Zeug dazu, im KI-Zeitalter mitzuhalten?
Eine verantwortungsvolle KI-Nutzung braucht mehr als nur Vertrauen