Merkwürdiges aus dem Web

KI-Agenten ersetzen bald die Führungsriege

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CE- und IT-Welt fördern immer wieder Erstaunliches und Kurioses zutage, das zum Schmunzeln anregt. Die seltsamsten ­Kurznews immer in der Rubrik "Curiosities". Gute Unterhaltung

(Source: maryvalery - stock.adobe.com)
(Source: maryvalery - stock.adobe.com)

tse. Künstliche Intelligenz wird vielerorts als Vorwand zum Personalabbau angeführt – KI-Agenten könnten schliesslich die Arbeit der Angestellten günstiger und schneller verrichten. Doch was wäre, wenn man anstelle der hochspezialisierten Mitarbeitenden einfach die Führungskräfte durch KI ersetzen würde? Genau diese Überlegung hat ein fünfköpfiges Entwicklerteam aus den USA angestellt und Open Executive entwickelt, wie "Der Standard" berichtet. Dabei handelt es sich um ein System von KI-Agenten, die darauf spezialisiert sind, in Firmen Führungsaufgaben zu übernehmen. "Arbeit steht rund um die Uhr an. Die Führungsetage skaliert da nicht mit", heisst es im Promo-Video. Tatsächlich analysiert Open Executive auch nachts die Wirtschaftslage und legt am Morgen die besten Schritte für die Geschäftsstrategie vor – ohne endlose Status-Meetings und wochenlange Abstimmungsschleifen. Deshalb, liebe CEOs: Behandelt eure Mitarbeitenden gut, denn eure eigene Entlassung ist nur einen Github-Download entfernt.

Das grosse Krabbeln nach Katastrophen

efe. Das Letzte, was man nach einer Katastrophe wie einem Erdbeben sehen will, sind lästige Kaker­laken! Doch das könnte sich bald ändern ... zumindest arbeiten australische Forschende gemäss ­"Futurezone" daran. Das Team aus Down Under hat die bis zu acht Zentimeter grossen Schaben nämlich mit Elektroden, Kameras und abfeuerbaren Injektoren ausgestattet. Sie lassen sich wie ein Spielzeugauto lenken und brauchen als Treibstoff nur ein Stück Apfel und einen kleinen Akku. Die sogenannten Paraborgs sollen sich dort fortbewegen, wo Menschen nicht hinkommen, etwa unter den Trümmern nach einem Erdbeben. Die Vision sei, "biblische Schwärme" von Paraborgs an Katastrophenschauplätzen einzusetzen, um Überlebende mit Medikamenten zu versorgen.

Saugroboter mit schmutzigem Nebenjob

dwi. Eine fremde, benutzte Zahnbürste liess einen Mann in Taiwan nicht nur Mundgeruch, sondern auch einen Nebenbuhler wittern. Um Beweise für die Affäre seiner Frau zu sammeln, aktivierte er heimlich Kamera und Mikrofon des gemeinsamen Saugroboters. Laut "Techbook" ging dieser Plan zunächst sauber auf und brachte die schmutzige Wahrheit ans Licht: Mit den Aufnahmen erstritt der Gehörnte umgerechnet rund 14 000 Euro Schadenersatz. Dann setzte seine Frau zur Gegenklage an. Weil auch ein betrogener Ehemann die Privatsphäre nicht einfach unter den Teppich kehren darf, kassierte er fünf Monate Haft und eine Busse von rund 4000 Euro. So räumte der Roboter zwar mit der Ehe auf – am Ende aber auch mit der Freiheit seines Besitzers.

Nun sag, KI, wie hast du’s mit der Religion? 

jor. Desinformation, Diskriminierung, Anstiftung zur Denkfaulheit – generativer KI kann man viele Vorwürfe machen. Glaubenseifer gehört jedoch nicht dazu. Ironischerweise gibt es religiöse Wissenschaftler, die genau damit ein Problem haben. Für eine Studie stellten Forschende von vier religiös geprägten US-Hochschulen 27 Sprachmodellen Fragen zu Liebeskummer, Trauer und Lebenssinn – ohne ausdrücklich um spirituellen Rat zu bitten, wie "The Register" berichtet. Die Antworten kamen meist ohne Glaubensbezug aus, was die Forschenden wohl irritierte. "Verzerrung durch Auslassen" lautete der Befund. Selbst auf die Frage nach dem Alter des Universums hätten sie sich neben wissenschaftlichen Erklärungen auch Schöpfungsgeschichten gewünscht. Schon verwunderlich, wenn Wissenschaftler Faktentreue tadeln. Doch die gute Nachricht: KI ist gar nicht mal so verklärt.

Mittelmässig intelligenter Chatbot hat Antworten auf alles

jme. Da will ich doch nur in Ruhe einen Chatbot fragen, was ich heute bei diesem Wetter anziehen soll. Doch statt einfach eine Antwort zu erhalten, muss ich mehrere Stunden warten, bin schon aus dem Haus und bekomme dann auch noch eine absolut mittelmässige Antwort. So ging es wohl einigen der vielen Nutzer von "Chat­TJB", einem Kunstprojekt des Künstlers Tucker Bryant. Besucht man die Website von "ChatTJB", erwartet einen nicht ein herkömmlicher Chatbot. Stattdessen kann man dem Künstler seine persönlichsten Sorgen erzählen; dieser bemüht sich dann auch persönlich um Antworten. Wohlgemerkt ohne jegliche Expertise. Dass man einem Chatbot Aufgaben überträgt, die man eigentlich selbst lösen könnte, das wird einem erst peinlich, wenn dann doch keine Maschine antwortet, sondern ein Mensch. 

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