Ascom reduziert Powerline auf ein Minimum
Der Berner Technologiekonzern Ascom baut weitere 500 Stellen, davon 250 in der Schweiz, ab. Damit verliert jeder zehnte Schweizer Ascom-Mitarbeiter seinen Job. Die Entlassungswelle trifft namentlich die Bereiche Produktion in Bodenweid/BE, Transport Revenue in Gümligen/BE sowie Powerline Communications in Mägenwil/AG. Der Geschäftsbereich Powerline Communications wird in eine reine Technologiefirma umgewandelt und wird in Zukunft weniger als zehn Mitarbeiter beschäftigen. Als Gründe für den faktischen Ausstieg aus dem vor vier Jahren als technologische Revolution gefeierten Geschäft mit der Datenübertragung über das Stromnetz nennt Ascom die Verzögerung des Massen-Roll-outs von Powerline durch die Energieversorger sowie der daraus resultierende andauernde Verlust des Start-ups. Vertrieb, Industrialisierung und Produktion von Powerline sollen künftig in Lizenz vergeben werden.
Gemäss den vorläufigen Zahlen beträgt der Konzernverlust von Ascom für das Jahr 2002 bis 290 Millionen Franken (Vorjahr: 396 Millionen). Die Nettoverschuldung konnte im Vergleich zum Vorjahr halbiert werden, beträgt aber immer noch rund 300 Millionen Franken. Gemäss der Medienmitteilung habe sich die Ertragslage der Divisionen Wireless Solutions, Security Solutions und Network Integration im Jahr 2002 positiv entwickelt. Die neuerlichen Entlassungen erfolgen, um den massiven Mittelabfluss in den nicht profitablen Bereichen aufzuhalten. Die definitiven Zahlen der Jahresrechnung 2002 werden am 26. März 2003 vorgestellt.
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