Aufregung um Kundendaten bei Hotmail
Microsofts Gratismaildienst Hotmail gibt Angaben seiner Kunden zu Name, E-Mailadresse, Wohnort und Staat an Infospace, ein öffentliches Verzeichnis im Internet, weiter, wo diese mit weiteren Daten wie Telefonnummer und Wohnadresse angereichert werden. Dies ist in den letzten Tagen amerikanischen Konsumentenschützern aufgefallen, die nun kritisieren, dass sich deshalb Spammer mit einem kleinen Trick mit E-Mail-Adressen bei Infospace bedienen können. Auf die Kritik antwortet die für Hotmail verantwortliche MSN (USA) mit der Bemerkung, dass die Weiterleitung klar deklariert werde, und dass der Kunde mit einer Checkbox selber darüber entscheiden könne. Allerdings ist die Checkbox defaultmässig angekreuzt. Wer nicht im Hotmail Directory oder den White Pages eingetragen werden möchte, muss die Einstellungen also aktiv ändern. Unbekannt ist, welche Beziehung zwischen Microsoft und Infospace besteht. Ebens, ob und wie viel Infospace für die Daten zahlt.
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