Banken brauchen Internet-Banking für ihr Überleben

Uhr | Aktualisiert
Banken müssen sich den Befürchtungen der Kunden stellen, dass Internet-Banking zu hohe Sicherheitsrisiken birgt, predigt der Marktforscher Forrester Research. In einer ähnlichen Studie hat Gurvinder Shergill vom Massey University’s Commerce Department anhand einer Untersuchung von 200 Banken herausgefunden, dass Wachstum gerade im Bereich Internet-Banking wichtig ist, um überleben zu können, und auch er stellt fest, dass vor allem Sicherheitsbedenken das Wachstum behindern. Benjamin Ensor, bei Forrester Research Senior Analyst für das Fachgebiet Financial Services, führt aus: "Die Angst der potentiellen Nutzer von Online-Bank-Services vor Missbrauch ist das grösste Hindernis, das der weiteren Nutzung im Wege steht - vor allem in Ländern wie Italien, Frankreich oder Grossbritannien, in denen eine doppelte Authentifizierung für das Online-Nutzen von Bankkonten bisher nicht oder nicht immer notwendig war." Ensor hat ermittelt, dass nur 30 Prozent der Europäer, die das Internet nutzen, daran glauben, dass wichtige persönliche Informationen wie Daten für Kredit- und Kontokarten bei Online-Transaktionen immer sicher sind. Viele private Nutzer glauben, Online-Banking sei weniger sicher, als in einem Restaurant mit einer Kreditkarte zu bezahlen. Das gilt vor allem für Deutschland, Spanien, Italien, Frankreich und die Niederlande. Die Bedenken der Internet-Nutzer bestehen laut Forrester aus einer schwer definierbaren Kombination aus rationalen und eher irrationalen Ängsten vor Diebstahl und Verlust. Ensor glaubt, dass es die Aufgabe der Banken ist, Lösungen zu finden, um die Sicherheitsbedenken der Kunden auszuräumen - und sich nicht auf Regierungen, Behörden oder Internet Service Provider zu verlassen.