BFF-Onlinespiel ist menschenverachtend

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Das Internet-Spiel www.swiss-checkin.ch des Bundesamts für Flüchtlinge (BFF) soll definitiv aus dem Verkehr gezogen werden. Es sei menschenverachtend, hat die Eidgenössische Kommission gegen Rassismus (EKR) verlauten lassen. Das BFF musste das Spiel bereits Ende Mai, nach heftigen Protesten, vom Netz nehmen. Die EKR erachtet die Spielanlage zwar nicht als rassistisch im engeren Sinn der Definition. Anders als die ethische und religiöse Zugehörigkeit bilde der Aufenthaltsstatus von Asylsuchenden und Flüchtlingen keine Schutzkategorie. Das Spiel des BFF setze aber auf einem tieferen Niveau an. Es nutze die soziale und emotionale Distanz der Einheimischen gegenüber Flüchtlingen und bestärke diese Haltung. Damit fördere es Ablehnung und Ausgrenzung. Das BFF habe dies wohl nicht beabsichtigt, es erziele aber diese Wirkung. Brigitte Hauser, Chefin Medien und Kommunikation beim BFF, erklärte vor sechs Wochen noch gegenüber den NetzwocheTicker, das Spiel wolle aufklärerisch und pädagogisch vor allem Jugendliche über die Situation von Asylsuchenden in unserem Land informieren... Die Spielanlage mit Varianten zu Lebenschicksalen von Menschen in schwieriger Lage begünstige menschenverachtende Einstellungen, so die ERK weiter. Seien einheimische Spieler aufgefordert, über Flüchtlingsleben zu entscheiden, widerspreche das dem minimalen Respekt vor der Menschenwürde. Ob etwas rassistisch sei oder nicht, stehe nicht ein für allemal fest. Das müsse immer aus dem Kontext interpretiert werden, so die Kommission. Faute de mieux halte sich die EKR an die Antirassismusnorm auch dann, wenn es um die Menschenwürde im breitern Sinn gehe. Dies sei bei dem Spiel der Fall. Jeder Person in der Schweiz stehe als Menschenrecht der Schutz vor Herabwürdigung zu. Das Spiel nun beeinträchtige diese Würde. Deshalb soll es verschwinden.