Big Brother Awards: 52 Nominationen

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Am Samstagabend, den 16. Oktober 2004 werden in der alten Industriehalle der "Steeltec" in Emmenbrücke die Gewinner der fünften Schweizer "Big Brother Awards" bekannt gegeben. Mit diesen satirischen "Preisen, die keiner will" zeichnet ein Organisationskomitee jedes Jahr die übelsten Datenschutzverletzungen aus. Bis Ende August 2004 gingen beim Organisationskomitee über 100 Vorschläge für einen "Big Brother Award" ein. Davon nominierte die Jury 52 Kandidaten. Über die Hälfte fielen in die Kategorie "Staat", darunter mehrere Polizeicorps sowie mehrfach der National- und Bundesrat für Gesetzesverschärfungen. Zwölf Nominationen stammen aus dem Bereich "Business". In dieser Kategorie finden sich wie bereits im Vorjahr etliche Anbieter des öffentlichen Verkehrs, die ihre Zugpassagiere mit Videokameras überwachen, Migros ist für ihr Forschungsprogramm RFID nominiert: Radio Frequency Identity Tags sind kleine Computerchips, die dereinst die Strichcodes auf Produkten ersetzen sollen. Weitere Nominationen in diesem Bereich sind der ISP VTX für einen Service zur Online-Videoüberwachung oder Mailprofiler fürs umfangreiche Sammeln privater Daten.