Auszeichnungen für Porters und BLP

KI-Start-ups dominieren die Swiss Fintech Awards

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von Joël Orizet und Netz-KI Bot und ahu

Künstliche Intelligenz prägt die diesjährigen Swiss Fintech Awards: Die Jury zeichnet Porters und BLP als beste Start-ups in ihren Kategorien aus. Erstmals geht der Preis als "Fintech Influencer of the Year" an zwei Personen.

Porters, BLP, Sven Siat und Mike Hofmann zählen zu den Gewinnern der Swiss Fintech Awards 2026. (Source: zVg)
Porters, BLP, Sven Siat und Mike Hofmann zählen zu den Gewinnern der Swiss Fintech Awards 2026. (Source: zVg)

Künstliche Intelligenz steht im Zentrum der Swiss Fintech Awards 2026. An der Award Night vom 23. Juni in Zürich kürte die Jury das Start-up Porters zum "Early Stage Start-up of the Year" und BLP zum "Growth Stage Start-up of the Year". Den Preis als "Fintech Influencer of the Year" teilen sich erstmals zwei Persönlichkeiten, nämlich Sven Siat und Mike Hofmann, wie die Veranstalter mitteilen.

Porters überzeugte die Jury mit einer Plattform, die Bankprozesse mithilfe agentischer KI-Systeme automatisiert. Das Start-up versteht sich als Outsourcing-Partner für verschiedene Bankgeschäfte und will Finanzdienstleister bei der Automatisierung von Prozessen unterstützen. Die Jury würdigt insbesondere die klare Ausrichtung auf ein konkretes Problem der Finanzbranche und attestiert dem Unternehmen erhebliches Wachstumspotenzial.

Im Finale der "Early Stage"-Kategorie stand auch Forenswiss. Das Start-up setzt generative KI ein, um Onlinebetrug und Geldwäscherei aufzudecken. Automatisierte Chatbots kommunizieren dabei direkt mit mutmasslichen Betrügerinnen und Betrügern, sammeln Informationen und unterstützen Finanzinstitute bei der Erkennung verdächtiger Aktivitäten.

KI hält Einzug in die Unternehmenssoftware

In der Kategorie für wachstumsstärkere Unternehmen setzte sich BLP durch. Das Unternehmen entwickelt Automatisierungslösungen für ERP-Systeme. Dafür nutzt BLP digitale Zwillinge bestehender Systeme sowie vortrainierte KI-Agenten.

Unternehmen sollen dadurch KI-Funktionen integrieren können, ohne ihre bestehende IT-Landschaft grundlegend umzubauen. Nach Angaben der Jury ermöglicht der Ansatz die Automatisierung komplexer Prozesse und hilft gleichzeitig dabei, regulatorische Anforderungen einzuhalten.

Im Finale der "Growth Stage"-Kategorie befand sich zudem Calvin Risk. Das Start-up spezialisiert sich auf die Prüfung, Validierung und Überwachung von KI-Modellen und adressiert damit die zunehmenden Anforderungen an Governance und Regulierung im Umgang mit künstlicher Intelligenz.

Jury ehrt Engagement für Open Banking

Erstmals in der Geschichte der Swiss Fintech Awards zeichnete die Jury zwei Personen gemeinsam als "Fintech Influencer of the Year" aus. Sven Siat und Mike Hofmann erhalten die Auszeichnung für ihr langjähriges Engagement im Bereich Open Banking.

Die beiden wirkten am Aufbau von "bLink" mit, der Open-Finance-Plattform der Börsenbetreiberin Six. Die Jury würdigt damit ihren Beitrag zur Entwicklung des Open-Banking-Ökosystems in der Schweiz. Nach Einschätzung der Jury haben Siat und Hofmann wichtige Grundlagen dafür geschaffen, dass Banken und andere Finanzdienstleister künftig stärker vernetzt zusammenarbeiten können.

Über die Gewinner der Swiss Fintech Awards entscheidet eine Jury aus 19 Fachleuten aus der Fintech-Branche. Während sich Start-ups in einem mehrstufigen Auswahlverfahren qualifizieren müssen, nominiert die Jury die Preisträgerinnen und Preisträger der Influencer-Kategorie direkt. 

 

Übrigens: Tiun, Taurus und Marc Bernegger gehörten zu den Gewinnern der Swiss Fintech Awards 2025 - mehr dazu lesen Sie hier

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