Blackberry-Sperre: RIM lässt Saudi-Arabien mitlesen
Der Blackberry-Hersteller Research in Motion (RIM) zeigt Kompromiss-Bereitsschaft, was den Streit um die Datenkontrolle beim Blackberry angeht. Saudi-Arabien wollte den Dienst abschalten lassen, da dadurch die nationale Sicherheit gefährdet sei. Nun soll dem Land Einsicht in die gespeicherten Daten gewährt werden, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters.
Laut Aussage eines Vertreters der Aufsichtsbehörde Riad testeten Saudi-Arabien und RIM am Wochenende drei Server in England. Für die Telekommunikationsanbieter Saudi Telecom, Mobily und Zain Saudi Arabia stünde jeweils ein Server zur Verfügung. Diese prüften die nationale Sicherheit bei verschiedenen Szenarien. Die Testergebnisse seien noch offen. Je nach Ausgang will Saudi-Arabien den Messenger der Smartphones weiter zulassen oder wie angekündigt abschalten. Die saudische Aufsichtsbehörde gab keine Details über die Lösung des Problems bekannt. Aus inoffiziellen Kreisen hiess es, dass über die Server in England einen Teil der verschlüsselten Daten übermittelt werde. Die saudische Behörde habe so einen besseren Zugriff auf die Informationen.
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