Bundesrat verabschiedet E-Health-Strategie
Der Bundesrat hat auf Antrag des Eidgenössischen Departements des Innern die „Strategie E-Health Schweiz“ für die Jahre 2007 bis 2015 genehmigt. Mit der Strategie E-Health will der Bundesrat die Effizienz, Qualität und Sicherheit der elektronischen Dienste im Gesundheitswesen verbessern. Kernelement der Strategie ist der schrittweise Aufbau eines elektronischen Patientendossiers, welches Ärzten und anderen Leistungserbringern mit dem Einverständnis der Patienten Zugriff auf behandlungsrelevante Informationen geben soll. Als erster Schritt in diese Richtung erfolgt im Jahre 2009 die Einführung der Versichertenkarte.
Als zweites Kernelement der Strategie ist der Ausbau der „Online-Dienste" vorgesehen. Hier soll das Potential des Internets zur Stärkung der individuellen Gesundheitskompetenz eingesetzt werden. In einem ersten Schritt soll geprüft werden, welche Kriterien für Qualitätsstandards von gesundheitsrelevanten Informationen im Internet aus Sicht der Behörden eingesetzt werden könnten. Anschliessend sollen die bestehenden Online-Angebote von Bund, Kantonen und Gemeinden in einem gemeinsamen Gesundheitsportal gebündelt werden. Sobald das Portal qualitätsgesichert ist, kann es für private Anbieter geöffnet werden.
Zur Umsetzung der Strategie werden Bund und Kantone ein Koordinationsorgan „E-Health". Ziel ist, dass Bund und Kantone gemeinsam mit den Akteuren im Gesundheitswesen die rechtlichen und organisatorischen Voraussetzungen zur erfolgreichen Umsetzung der Strategie schaffen. Beim Bundesamt für Gesundheit wird deshalb auf Anfang 2008 eine gemeinsame Geschäftsstelle eröffnet.
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