Carsten Schloter wehrt sich gegen staatlichen Aufbau eines Glasfasernetzes
In einem Interview mit der Weltwoche stellt sich Swisscom-CEO Carsten Schloter gegen den staatlichen Aufbau eines Glasfasernetzes und bietet seinen Konkurrenten stattdessen eine Kooperation an: "Der Wettbewerber, der die Leitung verlegt, nutzt eine Faser für seine eigene Dienstleistung und verkauft die anderen drei Fasern an Konkurrenten. So ist sichergestellt, dass auch nach Jahren ein neuer Anbieter Zugang zum Endverbraucher erhält."
Zum Vorschlag von Sunrise, das Glasfasernetz in eine staatlich gelenkte Firma auszulagern, meint Schloter: "In diesem Fall werden die gesamte Infrastruktur und die Technologieentscheide nicht mehr durch den Wettbewerb bestimmt, sondern durch staatliche Vorgaben." Sinnvoller sei es, mehrere Fasern pro Leitung zu verlegen, was kaum Mehrkosten verursache. Die Kosten des Leitungsbaus teilen sich dabei gemäss den Vorstellungen Schloters die involvierten Anbieter. Schon in den nächsten Monaten sollen in Schweizer Städten erste entsprechende Pilotprojekte starten.
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