Christoph Blocher verstärkt Drohung gegen Swisscom

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Der Streit um das bundesrätliche Stopp zu Auslandakquisitionen der Swisscom spitzt sich zu. Bundesrat Moritz Leuenberger gab gegenüber der Presse zu verstehen , dass es durchaus möglich wäre, eine Kompromisslösung zu finden. Die neuen Auslandrichtlinien müssten nun zusammen mit der Swisscom-Führung konkretisiert werden, sagte Leuenberger in Interviews. Erste Gespräche sind aufgenommen worden, wie der NetzwocheTicker gestern berichtete. Derweil gab sich Bundesrat Christoph Blocher gestern Abend im Fernsehen unbeugsam und verstärkte sogar seine Veto-Drohung. Wenn Swissom-Chef Jens Alder oder der Verwaltungsrat sage, man könne nur mit dieser expansiven Auslandstrategie eine Swisscom führen, anders nicht, "dann werden sie zurücktreten, dann muss man sie halt ersetzen", sagte Blocher in der Tagesschau des Schweizer Fernsehens.
Dem Tages-Anzeiger soll der genaue Wortlaut des bundesrätlichen Entscheids vorliegen. Dieser soll lauten: "Der Bundesrat weist in seiner Funktion als Mehrheitsaktionär die Swisscom an, auf eine Investition bei einer ausländischen Telekommunikationsunternehmung zu verzichten. Im Falle einer Nichtbeachtung dieser Anweisung ist eine Verantwortlichkeitsklage gegen die Mitglieder von Verwaltungsrat und Geschäftsleitung in Aussicht zu stellen."