Comdays: Wie viele Netze braucht der Mensch?

Uhr | Aktualisiert
von cwe@netzwoche.ch
Am ersten Tag der 7. Bieler Kommunikationstage stand das Thema Festnetz und damit natürlich auch die Letzte Meile im Mittelpunkt. Zu den Referenten zählten unter anderem die Rivalen Swisscom-CEO Carsten Schloter und Christoph Brand, seines Zeichens Sunrise-Chef. Beide traten wie nicht anders zu erwarten mit ihren Lieblingsthemen an: Brand mit der „Kabel und Schacht AG“, also der Aufteilung von Swisscom in eine Netz- und eine Service-Gesellschaft, und Schloter mit dem Infrastrukturwettbewerb. Daneben referierte mit Grant Forsyth, VP Global Interconnection & Regulation bei BT, auch ein Vertreter eines Unternehmens, das die Funktionale Trennung durchgeführt hat. Gemäss Forsyth hat BT Grossbritannien von der Trennung profitiert, wie die Geschäftszahlenentwicklung zeige. Er stützte damit direkt die These von Brand, wonach neben den Alternativanbietern auch der Incumbent selbst von der Trennung profitieren könne. Schloter konterte mit dem Argument, dass die Situation in Grossbritannien eine völlig andere gewesen sei. Ausserdem wies er darauf hin, dass gerade in Grossbritannien die Investitionen in neue Infrastrukturen, namentlich Glasfasernetze, seit der funktionalen Trennung abgenommen hätten. Neben den Vertretern aus der Telekombranche kam auch Bundesrat Leuenberger zu Wort. Er gab die Antwort auf die Frage, wie viele Netze der Mensch brauche: Unendlich viele Netze. Denn: "Je stärker eine Gesellschaft entwickelt ist, desto vernetzter ist sie auch." (Mehr dazu lesen Sie in der kommenden Netzwoche)