Digital Services Act

EU verschärft Auflagen für ChatGPT, Reddit und Roblox

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von René Jaun und jor

Die EU-Kommission stuft die Onlinedienste ChatGPT, Reddit und Roblox neu als besonders grosse Dienste unter dem Digital Services Act ein. Damit gelten für sie strengere Vorgaben zur Minderung systemischer Risiken.

(Source: Emiliano Vittoriosi / Unsplash.com)
(Source: Emiliano Vittoriosi / Unsplash.com)

ChatGPT muss in der EU künftig strengere Vorgaben erfüllen. Hintergrund ist der Digital Services Act (DSA). Die EU-Kommission stuft OpenAIs KI-Service neu als sehr grosse Online-Suchmaschine (Very Large Online Search Engine, VLOSE) ein. Grund dafür ist, dass der Dienst laut eigenen Angaben mindestens 45 Millionen durchschnittliche monatliche User in der EU erreicht.

Auch die Diskussions- und Community-Plattform Reddit sowie die Spieleplattform Roblox überschreiten diese Schwelle. Die EU-Kommission stuft sie neu als sehr grosse Onlineplattformen (Very Large Online Platforms, VLOPs) unter dem DSA ein.

Mit dieser Neubewertung gelten für die drei Dienste zusätzliche Verpflichtungen, wie die EU-Kommission mitteilt. Dazu gehört demnach "die Bewertung und Minderung der systemischen Risiken, die sich aus ihren Diensten und algorithmischen Systemen im Zusammenhang mit der Verbreitung illegaler Inhalte, den negativen Auswirkungen auf Minderjährige, dem körperlichen und geistigen Wohlergehen der Nutzer, den Grundrechten, Wahlprozessen und der öffentlichen Sicherheit ergeben".

Umgekehrt erhält die EU-Kommission neue Untersuchungsbefugnisse, um die Funktionen dieser Dienste und gegebenenfalls aller damit verbundenen Systeme zu bewerten. Ob ChatGPT und Co. die Vorgaben des DSA erfüllen, überwacht die Kommission in Zusammenarbeit mit Behörden in Irland und den Niederlanden, wo die Betreiber ihre europäischen Niederlassungen haben. Für die drei Plattformen gelten die neuen Verpflichtungen ab Januar 2027.

Die Liste der VLOPs umfasst inzwischen 28 Dienste von 24 Unternehmen.

 

Lesen Sie auch: Im Frühling 2026 brummte die EU-Kommission Temu eine Busse in Höhe von 200 Millionen Euro auf. Sie warf dem Onlinehändler vor, gegen den Digital Services Act verstossen zu haben, da er nicht genug gegen den Verkauf illegaler Produkte unternahm.

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