Commcare verzichtet auf Übenahme von Callino

Uhr | Aktualisiert
Die Commcare AG hat nach der Unternehmensprüfung der Callino (Schweiz) AG festgestellt, dass deren Aktienübernahme nicht in der ursprünglich geplanten Form durchgeführt werden kann. Insbesondere habe sich gezeigt, dass wegen kürzlich erfolgter Aktienübertragungen zwischen verschiedenen Konzerngesellschaften innerhalb der amerikanischen Muttergesellschaft Formus Communication Inc. heute nicht mit Sicherheit geklärt werden könne, wer rechtlich und wirtschaftlich Eigentümerin der Aktien der Callino (Schweiz) AG sei. Dies teilte Commcare heute an einer Pressekonferenz mit. Für Commcare hätten sich aus dieser Aktientransaktion nicht abschätzbare Risiken ergeben. Um einen Vertrauensverlust in die Branche zu verhindern, unterstütze Commcare das Management von Callino jedoch. Deren Kunden sollen auch im Bereich von Dienstleistungen, die nicht zu den Kernkompetenzen von Commcare gehören, zum Beispiel in den Bereichen Telefonie-Pre-Selection oder ADSL, weiterhin einen guten Service erhalten. Ob Callino ihre ersteigerte WLL-Konzession vor dem Hintergrund der jüngsten Entwicklungen behalten könne, sei nicht sichergestellt. Commcare werde daher die nationale WLL-Lizenz von Callino übernehmen und habe ein Gesuch zur Übertragung dieser Lizenz auf die Commcare AG bei der ComCom eingereicht. Zum Preis für die Lizenz wollte sich Urs Loeliger, VR-Präsident und CEO von Comcare nicht äussern. Er bewege sich aber in einem substanziell vernünftigen Rahmen. Loeliger hofft auf einen positiven Entscheid der ComCom bis spätestens in einem Monat.