Comparis.ch prüft rechtliche Schritte gegen K-Tip
In der Ausgabe vom 1. November erhebt die Konsumentenzeitschrift K-Tip Vorwürfe gegen den Onlinevergleichsdienst Comparis.ch. Die Tarifvergleiche seien nicht neutral, etliche Ergebnisse hingen davon ab, ob die beteiligten Firmen, Banken, Krankenkassen oder sonstige Anbieter, an Comparis Geld bezahlten. So tauchten etwa im Prämienvergleich der Krankenkassen mit Hausarztsystem für Uzwil SG nur gerade sechs Kassen auf, nicht aber beispielsweise die KPT die ebenfalls ein Hausarztsystem führe, jedoch nicht mit Comparis zusammen arbeite - das heisst keine Beiträge für Onlineofferten bezahlen wolle, die über Comparis.ch abgewickelt würden. Comparis.ch, so der Autor des Artikels, finanziere seine Vergleichsdienstleistung zu einem westentlichen Teil über die Prämiengelder der Versicherten. Comparis.ch möchte die Anschuldigungen des Printkonkurrenten, der selbst Prämienvergleiche anbietet, nicht auf sich sitzen lassen und erwägt rechtliche Schritte gegen den K-Tip. Verschiedene der im Bericht enthaltenen Behauptungen seien nicht richtig oder irreführend, sagte Comparis-Geschäftsführer Richard Eisler, der hinter dem Artikel im K-Tip Futterneid wittert. Für Dienstleistungen wie Onlineoffertenanfragen erhebe Comparis zwar eine Entschädigung von 28 Franken pro Anfrage, dies entspreche aber in etwa den administrativen Kosten des sonst dafür nötigen Büro- und Telefondienstes. Die Onlinevergleiche der Krankengrundversicherungen von Comparis würden zudem alle im jeweiligen Markt relevanten Anbieter berücksichtigen. Dazu zählt Eisler alle Kassen mit über 200000 Mitgliedern. Von den übrigen Kassen würden in den Vergleichen aber nur die billigste und jene berücksichtigt, die mit Comparis im Bereich der Offerten zusammen arbeiteten, räumte Eisler ein. Auf das Beispiel Uzwil angesprochen erklärte Eisler, dass bei Zusatzmodellen im Gegensatz zur Grundversicherung nur die Kooperationspartner von Comparis berücksichtigt würden. Im übrigen berücksichtige auch der K-Tip nicht alle Kassen in seinen Vergleichen. Comparis hat auf seiner Website ein Diskussionsforum zu dem Fall eröffnet.
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