Datenklau bei der deutschen Telekom
Bei der Telekom-Mobilsparte T-Mobile sind über 17 Millionen Kundenstammdaten gestohlen worden. Der Datenklau geschah bereits 2006, weshalb auch schon die Staatsanwaltschaft ermittelte. Die Telekom betont, dass die Datensätze keine Bankverbindungen, Kreditkartennummern oder Verbindungsdaten enthielten. "Recherchen im Internet und in Datenbörsen ergaben über Monate keine Anhaltspunkte, dass die Daten im Schwarzmarkt weitergegeben oder angeboten wurden. Deshalb ging der Konzern davon aus, dass keine Weitergabe der Daten erfolgte", sagt Telekom-Konzernsprecher Stephan Broszio. Später seien bei Hausdurchsuchungen Datensätze sichergestellt worden. Auf dem Datenträger fanden sich auch geheime Nummern und Privatadressen von bekannten Politikern, Ministern, Ex-Bundespräsidenten, Wirtschaftsführern und anderen Prominenten, deren Verbreitung ein Sicherheitsrisiko darstellen würde. Das Ermittlungsverfahren ist noch im Gange. "Wir gingen bisher davon aus, dass diese Daten im Rahmen der staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen in vollem Umfang sichergestellt wurden. Dass dieser Fall aus 2006 uns erneut beschäftigt, trifft uns sehr." Die Telekom wird zudem von einem weiteren Skandal erschüttert: Die Staatsanwaltschaft ermittelt derzeit in einer Spitzelaffäre, bei der Telefonverbindungsdaten von Aufsichtsräten und Journalisten ausgespäht wurden.
Bereits werden Stimmen nach überarbeiteten Gesetzen laut. So verlangt beispielsweise das IT-Security-Unternehmen Utimaco eine grössere Transparenz von Datentransfers und die Haftung von Unternehmen für den Verlust von Daten. Nach amerikanischem Vorbild schlägt man deshalb einen 4-Punkte-Plan vor, der folgendes beinhaltet:
1. Unternehmen und Organisationen müssen verpflichtet werden, Datenverluste den Betroffenen und der Öffentlichkeit sofort mitzuteilen.
2. Betroffene sollen leichter die Möglichkeit haben, den erlittenen Schaden in Regress zu stellen.
3. Die Beweislast wird umgekehrt. Unternehmen müssen bei Datenverlusten aller Art den Nachweis erbringen, dass sie mit Kundendaten sorgsam umgehen.
4. Unternehmen müssen protokollieren, welcher Mitarbeiter zu welchem Zeitpunkt auf Kundendaten zugreift. Damit lässt sich sehr wirksam die berechtigte Nutzung der Kundeninformationen vom absichtlichen Missbrauch trennen.
Die technischen Möglichkeiten zur Umsetzung dieses Plans wären laut Utimaco längst vorhanden.
Gohack26 Symposium
Wie IT-Lieferketten und Insider zur Gefahr werden können
Uhr
Neuer Webauftritt
Bund lanciert KI-freundliches Statistikportal
Uhr
Bundesrat schafft Übergangslösung
Schweizer Tech-Dienste dürfen Daten mit europäischen Strafverfolgern teilen
Uhr
Kompromittierter Laptop als Einfallstor
Hacker klauen bei Binance Kryptogeld im Wert von mehreren Milliarden US-Dollar
Uhr
Rauf und runter, rauf und runter ... und alles nur wegen Bela
Deshalb reden Vampire so, wie sie reden
Uhr
KI und Arbeitsgestaltung
Warum KI-Transformation mehr als digitale Reife braucht
Uhr
SMFS 2026
Warum KI allein noch keine besseren Services schafft
Uhr
BACS erneuert Warnung
Update: Betrüger kapern wieder Whatsapp-Konten mit erfundenen Abstimmungen
Uhr
33'000 Teilnehmende
IT-SA plant nach Besucherrekord zusätzliche Halle und neuen Markenauftritt
Uhr
ETH News
Ein kleiner Sprung für den Muskel, ein grosser Schritt für die Robotik
Uhr