Umfrage vom Sans Institute

Awareness-Spezialisten sorgen sich zunehmend um KI-Cyberrisiken

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von René Jaun und Netz-KI Bot und jor

Unangemessene KI-Nutzung am Arbeitsplatz ist in den Augen von Security-Awareness-Profis das zweitgrösste Cyberrisiko in Zusammenhang mit menschlichem Verhalten. Noch vor einem Jahr belegte KI laut einer Umfrage des Sans Institute den vierten Platz. Das grösste Risiko ist und bleibt jedoch Social Engineering.

(Source: Jan Zabolotniy / stock.adobe.com)
(Source: Jan Zabolotniy / stock.adobe.com)

KI am Arbeitsplatz kann riskant sein. Dieser Meinung ist eine offenbar wachsende Schar von Fachleuten für Security Awareness. In einer Umfrage des Sans Institute landet KI nämlich dieses Jahr auf Platz 2 der grössten durch menschliches Verhalten bedingten Cyberrisiken, wie der Anbieter von Cybersicherheitsschulungen und -zertifizierungen mitteilt. Vor einem Jahr belegten Risiken im Zusammenhang mit KI noch Platz 4 der Rangliste. Für seine Untersuchung befragte das Sans Institute laut eigenen Angaben 1700 Security-Awareness-Fachleute aus aller Welt.

Das Hauptproblem bringt die Organisation in einem Satz auf den Punkt: "KI wird schneller angenommen, als die meisten Sicherheitsteams sie regulieren können." Etwas konkreter benennt das Institut drei Bereiche, die Security-Teams nun abdecken sollten: die unbefugte Nutzung generativer KI-Tools, das "Vibe-Coding" durch Mitarbeitende ohne Softwareentwicklungshintergrund sowie die Risiken, die durch KI-Agenten entstehen, deren Handlungen nicht von einem Menschen überprüft werden.

Wenn Awareness-Profis vor KI-Risiken warnen, heisst das übrigens nicht, dass sie die Technologie ablehnen. In der Tat gaben 75 Prozent der vom Sans Institut befragten Spezialisten an, bereits KI einzusetzen, um ihre eigenen Awareness-Programme zu entwickeln und zu verwalten. Weitere 2,4 Prozent hätten dies ausprobiert, aber für nicht nützlich befunden.

Balkendiagramm zu den grössten Sicherheitsrisiken 2026. Social-Engineering-Angriffe liegen mit 77 Prozent deutlich vorn, gefolgt von unangemessener KI-Nutzung am Arbeitsplatz mit 42 Prozent und unsachgemässem Umgang mit sensiblen Daten mit 39 Prozent.

Social Engineering gilt mit Abstand als grösstes Sicherheitsrisiko für 2026. Dahinter folgen unangemessene KI-Nutzung und der falsche Umgang mit sensiblen Daten. (Source: Sans Security Awareness & Culture Report)

42 Prozent der befragten Spezialisten nannten unangemessene KI-Nutzung am Arbeitsplatz als einen der wichtigsten Risikobereiche. Das grösste Risiko stellt jedoch Social Engineering dar. 77 Prozent der Befragten nannten diesen Bereich, wie das Sans Institute ausführt. Dazu gehören Gefahren wie Phishing, aber auch Deepfake-Betrug. Social Engineering belegte bereits im Vorjahr den Spitzenplatz der Rangliste.

Auf dem 3. Platz sehen die befragten Spezialisten übrigens den falschen Umgang mit sensiblen Daten (39 Prozent), gefolgt von schwachen Passwörtern und mangelhafter Authentifizierung (22 Prozent).

 

Dass KI die Cyberrisiken verschärft, ergab auch unlängst eine Umfrage im, Auftrag von Fastly. Unternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz melden demnach mehr Cybervorfälle und höhere finanzielle Einbussen als der weltweite Durchschnitt.

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