Datenklau-Skandal weitet sich aus

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Der US-Online-Dienst LexisNexis hat eingestanden, dass möglicherweise seit Januar 2003 insgesamt 280'000 weitere Personen von Datendiebstahl betroffen sind. Dies im Vergleich zu den ursprünglich gemeldeten rund 32'000 Betroffenen. Das Verschwinden der Daten wurde bisher einfach nie öffentlich gemacht. LexisNexis Präsident und CEO Kurt Sanford räumte zudem ein, dass möglicherweise auch schon vor Januar 2003 Sicherheitslecks bestanden haben. Bisher sind 59 Fälle bekannt, bei denen sich nichtautorisierte Personen persönliche Informationen der Betroffenen wie Sozialversicherungsnummern und Führerscheinnummern beschafft haben. Der Datenklau ist beim Dateninformationsmakler Seisint erfolgt, der kürzlich von LexisNexis übernommen wurde.
Die nachlässige Datensicherung in den USA ist inzwischen zum Politikum geworden. Zurzeit laufen im Justizausschuss des Senats Anhörungen zum Thema. Die Datenmakler-Branche setzt gemäss New York Times jährlich rund Milliarden US-Dollar um. Auf der anderen Seite werden Tausende von Amerikanern jährlich Opfer von Identitätsdiebstahl. Die Täter eröffnen mit Hilfe persönlicher Daten der Betroffenen Konten, beschaffen sich Kreditkarten und machen in grossem Stil Schulden. Oft dauert es Jahre, bis die vom Datenmissbrauch Betroffenen die Banken, Kreditgeber, Geschäfte und andere Gläubiger davon überzeugen können, dass sie Opfer von Identitätsklau waren und die Schulden oder Käufe nicht selbst gemacht haben.