Datenschützer ärgern sich und Google beschwichtigt
Google betonte letzte Woche an der Pressekonferenz zum Launch von Google Street View, dass man sich im Vorfeld mit dem Eidgenössischen Datenschützer Hanspeter Thür abgesprochen habe. So lange die Privatsphäre der Menschen gewahrt bleibe, habe Thür keine Bedenken gegenüber dem neuen Dienst, so Google. Raphael Leiteritz der Product Manager für Google Maps im Raum EMEA betonte, dass man eine Anonymisierungs-Software entwickelt habe, die Gesichter und Nummernschilder erkenne und diese unkenntlich mache. Nun eine Woche nach dem Start von Street View in der Schweiz sieht das Ganze etwas anders aus. Thür ist ganz und gar nicht zufrieden mit der Anonymisierung bei Street View, da immer noch etliche Nummernschilder und Gesichter zu erkennen sind. Sollte Google den Forderungen des Datenschützers nicht nachkommen, erwägt dieser einen Gang vor das Bundesverwaltungsgericht, um eine superprovisorische Verfügung gegen Street View zu erlangen.
Google reagiert auf die Kritik seitens der Datenschützer so, dass sie auf die Beliebtheit des neuen Dienstes hinweisen. Auf 20'000 Street-View-Bilder käme jeweils nur ein Bild mit einem Anonymisierungswunsch, so Google.
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