Day mit tiefroten Q1-Zahlen
3,3 Millionen Franken oder 44 Prozent weniger Umsatz gegenüber dem ersten Quartal 2001 und 14,3 Millionen Franken Verlust: So präsentierte sich der Geschäftsgang von Day im ersten Quartal 2002. Für die schlechten Zahlen machte VR-Präsident und CEO Michael Moppert die negativen Entwicklungen im IT-Markt verantwortlich. Zumindest ein Teil der Probleme dürfte indes auch hausgemacht sein: So kam es im April mit dem Weggang von CEO John Payne und CFO Richard Shields doch zu einem nicht unbedeutenden Managementwechsel. Insbesondere die Cash Burn Rate von 12,1 Millionen Franken dürfte das neue, alte Führungsteam um Firmenmitgründer Michael Moppert und CFO Chris Harano vor grosse Probleme stellen: Nach einem Rekordverlust von 62 Millionen Franken im 2001 verfügt Day nämlich per Ende März noch über flüssige Mittel von knapp 30 Millionen Franken. Damit bleibt es fraglich, ob die von Michael Moppert angekündigten Sparmassnahmen, welche im Abbau von insgesamt 85 Stellen besteht, rechtzeitig greifen werden. Ein weiterer Unsicherheitsfaktor besteht darin, dass sich die Aktienmehrheit des Unternehmens nach dem Ausstieg von Patrick Held nicht mehr bei den ehemaligen Gründer befindet. Aus Analystenkreisen ist indes zu hören, dass es für einen gewinnbringenden Verkauf von Day, wie sie laut inoffiziellen Quellen im vergangenen Herbst auch schon angestrebt hätte werden sollen, bereits zu spät sei. Immerhin hat Day mit Comuniqué Unify im ersten Quartal 2002 ein vielversprechendes Produkt lanciert, was sich im zweiten Halbjahr positiv auf den Umsatz auswirken könnte. Die Börse reagiert auf die Q1-Zahlen von Day mit einem Kursrückgang um 18,5 Prozent auf 6.50 Franken.
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