Dell verklagt Westschweizer Einkaufsgemeinschaft
Dell klagt gegen eine Käufergruppe aus der Romandie. Dell ist der Meinung, dass eine Ausschreibung für einen Millionenauftrag nicht korrekt gelaufen sei. Beim Auftrag geht es um ein Liefervolumen im zweistelligen Millionenbereich für 18'000 Computer sowie Tausende von Laptops, Flachbildschirmen und Druckern. Ausgeschrieben wurde der Auftrag von einer Einkaufsgemeinschaft für Informatik mehrer Westschweizer Kantone (Partenariat des achats informatiques romands, Pairs). Mitglieder der Einkaufsgemeinschaft sind unter anderem die Kantonsverwaltungen von Genf, Jura, Waadt und Wallis sowie Spitäler, Universitäten, öffentliche Verkehrsunternehmen, viele Gemeinden im Einzugsbereich und die Städte Genf, Lausanne und Nyon. Den Zuschlag für den Auftrag erhielten Hewlett-Packard und Fujitsu Siemens.
Dell wirft den Angeklagten vor, dass der Zuschlag an die Konkurrenz nicht genügend begründet gewesen sei. Ausserdem hätte der Grosskunde ihr das rechtliche Gehör verweigert und es seien Prinzipien der Chancengleichheit, Transparenz und der Unparteilichkeit verletzt worden.
Gegenüber dem Tagesanzeiger erklärte Dell-Schweiz-Chef Jean-Jaques Sutter, dass solange das Verfahren noch laufen würde, die alten Verträge mit den ehemaligen Lieferanten noch gültig seien und die Mitglieder von Pair weiterhin bei diesen Lieferanten bestellen könnten.
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