Deutscher Online-Musikservice vor Totgeburt?

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Beinahe zwei Jahre lang habe die deutsche Musikindustrie an einem Online-Musikangebot gearbeitet, um die gemeinsame Arbeit nun gefährdet zu sehen. Dies meldet das deutsche Nachrichtenmagazin Der Spiegel“. Unter dem Projektname Phonoline hätten die deutschen Plattenkonzerne an einem gemeinsamen Angebot gearbeitet, das sowohl den legalen Download von Singles und ganzen Alben als auch das Brennen der Stücke auf CDs ermöglicht hätte. Mit im Boot sollen auch unabhängige Labels sein. Der Starttermin sei laut Bericht nach mehrmaligem Verschieben auf den Herbst gesetzt worden. Das Phonoline geht – anders als bei den meisten Angeboten – nicht von einer zentralen Plattform aus. Seine Dienstleistungen liessen sich in jedes bestehende Internet-Angebot integrieren. Laut Spiegel sollen die Phonoline-Verantwortlichen bereits Gespräche mit RTL, Karstadt, Saturn, MTV, Viva, T-Online und Amazon geführt haben. Der schnelle Start von Apples iTunes Music Store im April habe Phonoline nun extrem unter Druck gesetzt, zumal dieser den Funken für eine Reihe ähnlicher Projekte gezündet hat. Bis im Herbst könnte sich schon eine ansehnliche Schar von Konkurrenten im deutschen Markt tummeln. Das Problem jedoch ist: Die beteiligten Unternehmen können sich nicht auf einen Technologie-Provider einigen. Der Spiegel spricht von einem Riss zwischen den Kooperationspartnern, der mittlerweile so tief gehe, dass das ganze Projekt gefährdet sei.