Die grössten Schweizer ISP kämpfen gemeinsam gegen Spam

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Bluewin, Cablecom, Green und Sunrise starten eine gemeinsame Initiative zur Eindämmung von Spam. Damit wollen die Provider die negativen Auswirkungen für Anwender und Anbieter dieses weiterhin wachsenden Phänomens bekämpfen, wie sie mitteilen. Noch ist allerdings völlig unklar, welche konkreten Schritte geplant sind. Auch ein Statement von Green.ch-Chef Guido Honegger heute Morgen gegenüber Schweizer Radio DRS3 brachte nicht mehr Licht ins Dunkel: Es gehe darum herauszufinden, welche Kunden Spam verschickten, und wie dies zu unterbinden sei, so Honegger. Allerdings ist anzunehmen, dass ISPs dies bisher bereits taten.
Laut den vier Unternehmen sollen erste konkrete, plattformübergreifende Massnahmen bis im Sommer 2005 definiert werden. Nach eigenen Angaben wird rund 80 Prozent des E-Mail-Verkehrs in der Schweiz über die Plattformen der beteiligten ISPs abgewickelt.
Mit Unverständnis reagierten die im Rahmen der SWINOG (Swiss Networks Operators Group) zusammenarbeitenden ISPs auf den Vorstoss der vier Grossen. Wie aus der SWINOG-Mailingliste hervorgeht, besteht in der Community einerseits der Verdacht, es handle sich bei der Initiative um eine reine Marketing-Massnahme. Andererseits wird kritisiert, dass die SWINOG nicht vorgängig informiert und konsultiert wurde.
Für die SWINOG betreibt das Unternehmen Improware AG bereits seit einiger Zeit E-Mail-Blacklists. An der Zusammenarbeit beteiligt sich neben vielen kleineren ISPs auch Bluewin.