Die Post will bei der Registerharmonisierung für die Volkszählung 2010 helfen
Die Schweizerische Post will Kantone und Gemeinden bei den Vorarbeiten zur Volkszählung 2010 unterstützen. Gemäss der Verordnung zum Registerharmonisierungsgesetz müssen die Kantone und Gemeinden ihre Einwohnerregister bis zum 15. Januar 2010 harmonisieren. Neben der Einführung von Identifikatoren wie der neuen 13-stelligen AHV-Versichertennummer gehört dazu auch die Zuweisung der eidgenössischen Gebäude- und Wohnungsidentifikatoren (EGID/EWID) zu den im Einwohnerregister geführten Personen. Mit dem EWID soll jede Person einem Haushalt zugeordnet werden. Die EWID-Zuweisung stellt aber besonders für mittelgrosse und grosse Gemeinden mit städtischen Wohnstrukturen eine grosse Herausforderung dar. Benötigte Zusatzinformationen können möglicherweise nur mit Vor-Ort-Begehungen beschafft werden.
Die Post bietet nun an, die EWID-Zuweisung ab dem zweiten Halbjahr 2009 vorzunehmen. Gemeinsam mit dem Bundesamt für Statistik (BFS) habe man dazu ein praxisorientiertes und datenschutzkonformes Verfahren entwickelt, meldet das Unternehmen. Das Zustellpersonal der Post soll die Daten aus dem Abgleich der Einwohnerregister der Gemeinden mit dem Eidgenössischen Gebäude- und Wohnungsregister bei Bedarf lokal prüfen, abgleichen und die EWID-Zuweisung vornehmen.
Das Angebot annehmen wollen bislang die Kantone Zürich, Basel-Stadt und Luzern. Sie haben eine Absichtserklärung mit der Post unterzeichnet und sind nun daran, die kantonalen gesetzlichen Grundlagen zu schaffen. Die Post betont, dass man mit dem Projekt den gesetzlichen Vorschriften des Datenschutzes folgen wolle. Sowohl die Prozesse als auch die IT-Infrastruktur sollen entsprechend geprüft werden. Auch werde sie die erhobenen Daten keineswegs weiterverwenden, sondern nach der Bereinigung an die zuständigen Stellen weiterleiten und anschliessend lokal vernichten.
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