Drahtlose Breitband-Technologie MBWA auch bald in der Schweiz?

Uhr | Aktualisiert
Eine Studie von Arthur D. Little zeigt, dass die neue "Mobile Wireless Broadband Access (MBWA)"-Technologie schon bald dem traditionellen Mobilfunk und UMTS konkurrenzieren könnte. Bandbreiten von 384 KBit/s bis 4 MBit/s, also ungefähr DSL-Übertragungsleistungen, sollen mit dieser Technologie für mobile Anwendungen möglich sein. Bei vernünftigen Preisen sollen laut Studie auch bei stark genutzten Netzen sehr hohe Datenraten ohne Probleme bewältigt werden können. Schon in zahlreichen Ländern wurden Feldversuche mit der MBWA-Technologie durchgeführt und in einigen ist sie bereits eingeführt. Unklar bleibt jedoch, ob sich weltweit MBWA oder WiMax (Worldwide Interoperability for Microwave Access), ein stationärer drahtloser Breitband-Internetzugang, durchsetzen wird.
In der Schweiz seien die Voraussetzungen für ein MBWA-Netz gegeben, heisst es in der Studie weiter. Einerseits, weil in drei bis fünf Jahren mit einer potenziellen Marktvergrösserung der Breitbandanschlüsse von 20 Prozent gerechnet wird, andererseits, weil es genügend für die MBWA erforderlichen Frequenzen gibt. Genutzt werden kann die WLL-Frequenz (Wireless Local Loop), die teilweise bereits vergeben ist, innerhalb der nächsten 2 Monaten soll das BAKOM entscheiden, ob und in welcher Form zusätzliche Frequenzen vergeben werden sollen. Die Nachfrage nach MBWA in der Schweiz sei jedoch schwer einzuschätzen, so der Bericht. Unumgänglich sei aber, dass sich sowohl Festnetzbetreiber als auch Mobilfunknetzbetreiber mit der neuen Technologie auseinandersetzen, schlussfolgert die Studie.