Drogenkontrollrat warnt vor Drogen im Netz

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Drogen werden über das Internet verkauft, warnt der Internationale Suchtstoffkontrollrat in seinem jüngst veröffentlichten Jahresbericht. Vor allem Jugendliche, so fürchtet der Kontrollrat, seien durch Drogendealer im Internet gefährdet. Die Regierungen müssten die Öffentlichkeit und vor allem Eltern und Lehrer darauf aufmerksam machen, dass surfende Jugendliche Informationen ausgesetzt werden könnten, die zum Drogenmissbrauch verleiteten. Drogendealer würden vermehrt private, durch Firewalls abgesicherte Chatrooms für Kontakte untereinander nützen. Besorgt blickt der Rat auch auf das Internet-Banking und die wachsende Zahl von Internetcasinos. Damit würde das Waschen von Drogengeldern erleichtert. Der Kontrollrat fordert nationale und internationale Massnahmen. Denkbar seien ein Übereinkommen über Datennetzkriminalität unter der Ägide der Vereinten Nationen. Nationale Massnahmen sollten harmonisiert werden, um die entstehung von Daten-Oasen zu verhindern. Der 1968 errichtete Internationale Suchtstoffkontrollrat (International Narcotics Control Board INCB) ist ein unabhängiges Kontrollorgan für die Umsetzung der UN-Drogenkonvention. Die 13 Mitglieder werden vom UN-Wirtschaftsrat (Ecosoc) gewählt und die Arbeit durch die UNO finanziert.