E-Government: Europa macht vorwärts, die Schweiz hinkt noch immer hinterher

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Öffentliche Online-Dienste in Europa sind gereift, die Schweiz aber ist im Vergleich noch weiter zurückgefallen. Dies besagt eine Studie, die das Beratungsunternehmen Capgemini für die EU-Kommission durchgeführt hat.
Die Basis-Dienstleistungen der Behörden im Internet haben demnach in den EU-Staaten sowie Island, Norwegen und der Schweiz im Durchschnitt 75 Prozent des maximal möglichen Online-Umsetzungsgrades erreicht. Damit hat der Umsetzungsgrad gegenüber der letzten Untersuchung vom Oktober 2004 um zehn Prozent zugenommen. In den zehn neuen EU-Mitgliedstaaten hat die Online-Fähigkeit von Verwaltungsdiensten gar um 16 Prozent zugenommen.
Als weitest entwickeltes Land löst Österreich Schweden ab. Auf den nächsten beiden Rängen folgen Malta und Estland. Die Schweiz ist vom 20. auf den 22. Rang zurückgefallen. Der Umsetzungsgrad hat hierzulande um lediglich 2 Prozent zugenommen und liegt auch unter dem Schnitt der neuen EU-Länder.
Im europäischen Schnitt können 48 Prozent aller untersuchten Dienste vollständig online abgewickelt werden, was einer Zunahme von 8 Prozent entspricht. Mit gerade mal 11 Prozent liegt die Schweiz in dieser Beziehung auf dem vorletzten Platz.
Capgemini erklärt das Hinterherhinken der Schweiz mit den föderalistischen Strukturen, verweist aber gleichzeitig auf gewisse Fortschritte sowie darauf, dass der Bund die Notwendigkeit einer nationalen E-Government-Strategie erkannt habe.
Die Studie ist die sechste ihrer Art und untersuchte 20 von der EU definierte Dienstleistungen für Bürger und Unternehmen. Stand ist April 2006.