Ein Pilotprojekt von HP und Empa präsentiert Lösungen für das Elektroschrottproblem in Afrika
In Kenia fallen jährlich 3000 Tonnen Elektronikschrott an. Obwohl diese Menge Jahr für Jahr um ganze 200 Prozent zunimmt, gibt es dort keine praktikablen Entsorgungssysteme und entsprechende Vorschriften. Dies geht aus einer Studie hervor, die Hewlett-Packard, der Global Digital Solidarity Fund und die Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt Empa gestern gemeinsam vorgestellt haben. Die Initiative sammelte in Afrika Informationen darüber, wie Regierungen, Organisationen und die Gesellschaft mit dem wachsenden Problem der Elektronikschrottentsorgung umgehen. Darüber hinaus wurden Lösungen für die Zukunft erprobt.
Im Mittelpunkt dieses afrikaweiten Projekts steht eine Pilotanlage in Kapstadt, in der insgesamt 58 Tonnen entsorgter Elektrogeräte aufbereitet wurden. Mit den Erfahrungen und Informationen aus der ersten Phase des Projekts kann nun die zweite Phase gestartet werden: Es sollen Partner aus Wirtschaft und Politik eingebunden werden, um das Problem E-Waste auf dem gesamten Kontinent anzugehen. Die Initiative will in diesem Zusammenhang nachhaltige Geschäftsmodelle zum Elektronikschrott-Recycling unter die Lupe nehmen und grössere Pilotanlagen aufbauen.
Die Abteilung «Technologie und Gesellschaft» der Empa verfolgt unter anderem das Ziel, Entwicklungs- und Schwellenländern dabei zu helfen, möglichst Ressourcen schonende und nachhaltige Technologien anzuwenden. Zudem leitet die Abteilung die Arbeitsgruppe Recycling innerhalb der weltweiten Step-Initiative («Solving the e-Waste Problem») unter der Federführung der United Nations University und anderer UN-Organisationen.
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