Ericsson fördert Breitband und mobile Anwendungen in Afrika

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von judith.arnold@netzwoche.ch
Ericsson plant ein Innovation Center in Afrika, das sich auf mobile Anwendungen spezialisiert, die den Bedürfnissen der armen und ländlichen Bevölkerung dienen sollen. Im Fokus stehen Lösungen für den Gesundheitsbereich, das Erziehungswesen, die Landwirtschaft und die Kleinunternehmen. Geplant sind drei Standorte, die in Nigeria, Südafrika und Kenia liegen werden. Gleichzeitig will Ericsson afrikanische Netzbetreiber unterstützen, um mobile Breitbanddienste einzuführen und auszubauen. Ziel sind kostengünstige und nachhaltige Anwendungen für die ländlichen Gebiete. Die Initiative versteht Ericsson als Beitrag zur Erreichung der Millenniumsziele, die von der UNO bis ins Jahr 2015 gesetzt wurden, um Armut und Krankheit weltweit zu reduzieren. Dabei ist auch der Wirtschaftfaktor nicht zu vernachlässigen: Laut einer Mitteilung von Ericsson stammen 90 Prozent aller neuen Mobilfunkteilnehmer aus Schwellenländern. Afrika, das viele Analphabeten, dafür eine ausgeprägte orale Kultur hat, verzeichnete im Jahr 2007 mehr als 80 Millionen neue Mobilfunkteilnehmer, was einer Wachstumsrate von 40 Prozent entspricht. Durch die Zunahme an Mobilfunkanschlüssen steigt auch die Wirtschaftstätigkeit. Laut Ericsson kann eine Expansion des Mobilfunks zu einem ein- bis fünfprozentigen Anstieg des Bruttoinlandprodukts eines Landes führen.