EU-Datenschützer rügen Google wegen Street View, Merkel stellt sich hinter den Suchgiganten
"Wir erinnern daran, dass Google auf alle Anfragen zum Löschen von Daten umgehend reagieren muss", schreibt Alex Türk, Präsident der französischen Datenschutzbehörde CNIL, im Namen aller nationalen Datenschützer der EU-Mitgliedstaaten in einem Brief an Google. Gemäss der Financial Times Deutschland fordert er vom Suchmaschinenriesen, in Zukunft auch in der Lokalpresse (anstatt nur auf seiner Website) anzukündigen, wann Aufnahmen für Street View gemacht werden. Zudem sei es problematisch, die Originalfotos für ein Jahr aufzubewahren. Sechs Monate würden reichen, so Türk.
Auch in Deutschland stösst Street View auf Gegenwind: Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner verlangt aus Datenschutzgründen enge gesetzliche Grenzen für den Dienst. Angela Merkel aber stellt sich hinter Google: "Diejenigen, die finden, dass dies ein Eingriff in ihre Privatsphäre ist, können von ihrem Widerspruchsrecht Gebrauch machen." Das Verbraucherschutzministerium habe dafür auf seiner Internetseite einen Musterbrief vorbereitet, so die Bundeskanzlerin in ihrem Podcast.
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